Günter-Eich-Preis

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig fühlt sich der Förderung des deutschsprachigen Hörspiels verpflichtet und möchte mit dem von ihr gestifteten "Günter-Eich-Preis" das Lebenswerk von Autorinnen und Autoren würdigen, die mit ihren Radio-Arbeiten das Repertoire der Gattung Hörspiel vielgesichtig und stetig erweitert haben.

Das Hörspiel hat Günter Eich (1. Februar 1907 - 20. Dezember 1972) mehr zu verdanken als jedem anderen Autor. Mit seinen Stücken hört die Literatur auf, sich nur mitnehmen zu lassen ins Medium des Rundfunks, eine neue Verwertungsmöglichkeit. Jetzt findet sie mit dem Radio und für das Radio (aber auch, indem sie sich ihm widersetzt) ihre ureigene poetische Form.

In schlichter, oft lapidarer Prosa hat Eich eine künstlerische Sprache geschaffen, die es den aus dem Lautsprecher dringenden Stimmen, die es Szene und Figur im Sog einer sich entfaltenden Geschichte gelingen lässt, Wirklichkeit anders als je zu imaginieren. Die ins Geschehen verstrickte Phantasie des Hörers spannt die Handgreiflichkeit erzählter Abenteuer zusammen mit metaphorischer Transparenz. Wenn sich ein Genre auch über seine Meisterwerke definiert, so sind Eichs Stücke - als Prototypen formaler Möglichkeiten wie als Exempel der wirkungsspezifischen Essenz - bis heute maßgeblich geblieben.

Wenige, aber wichtige Jahre hat Günter Eich von 1922 an in Leipzig verbracht. Hier hat er die Nicolai-Schule besucht, das Abitur gemacht und eine zeitlang studiert. Hier hat er angefangen, zu schreiben, und, mit den ersten Kontakten zur Sendeanstalt, den Weg zum Hörspiel eingeschlagen.

Preisträger seit 2007: