Marie von Kuck, geboren 1971 in Leipzig, begann 1987 eine Berufsausbildung als Maschinen- und Anlagenmonteurin mit Abitur. Wenig später wurde sie in der DDR-Oppositionsbewegung aktiv. In der Wendezeit 1989 brach von Kuck ihre Ausbildung ab und ging 1990 nach Berlin. Nach verschiedenen Tätigkeiten in Psychiatrie und Pflege ließ sie sich schließlich zur staatlich anerkannten Ergotherapeutin ausbilden. 1997 studierte Marie von Kuck an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Puppenspiel und absolvierte 2017 eine Ausbildung zur Theatertherapeutin.
Für den Hörfunk schreibt Marie von Kuck Reportagen, Hörspiele und Radiofeatures, viele davon preisgekrönt. Sie wendet sich in ihrer journalistischen Arbeit mit kritischer Aufmerksamkeit vielfach Themen sozialer Ungerechtigkeit und den Menschenrechten zu, wie Volker Lilienthal 2019 in seiner Laudatio zur Verleihung des Otto-Brenner-Preises hervorhob. Als ein Beispiel nannte Lilienthal Polizeigewalt, die von Kuck ins öffentliche Bewusstsein gerückt habe, "als andere das heute fast modische Thema noch längst nicht entdeckt hatten".
In Anlehnung an ein Wort des evangelischen Publizisten Robert Geisendörfer würdigte er die Investigativ-Journalistin als "Stimme der Stimmlosen": "Sie holt die Übersehenen und Missachteten aus dem Schatten unserer Ignoranz." Weitere Themen ihrer journalistischen Arbeit sind Rechtsextremismus, Psychiatrie und Gewalt gegen Frauen.
Marie von Kuck wurde für Ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, so z. Bsp. mit dem Deutschen Sozialpreis 2012, dem 3. Preis des Otto-Brenner-Preises für kritischen Journalismus 2019, dem Prix Europa 2022 in der Kategorie „beste europäische Radio-Investigation des Jahres“ und dem Robert-Geisendörfer-Preis 2023.