Pressemitteilung "Axel-Eggebrecht-Preis" 2012 an Friedrich Schütze-Quest

27.01.2012

„Axel-Eggebrecht-Preis“ 2012 an Friedrich Schütze-Quest

Leipzig. Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig vergibt am Samstagabend den mit 10.000 Euro dotierten „Axel-Eggebrecht-Preis 2012“ an den Feature-Autor Friedrich Schütze-Quest.

Schütze-Quest, der „Weltreisende des Radio-Features“, überzeugte die Jury mit seinen unverwechselbaren Reportagen wie „Hallo Erde. Hier ist der Mond.“ aus zahllosen Ländern. Seine Arbeit steht in der
Tradition der großen Auslandsreportagen, die mehr sein wollen als bloße Momentaufnahmen von Krisen und Katastrophen. Schütze-Quests Hunger nach gut erzählten Geschichten und Informationen kennzeichnen seinen Weg.

Von sich selbst sagt er: „Ich bin kein James Bond. Ich bin kein Abenteurer.“ Sein gefährlichstes Erlebnis während seiner Auslandsreportagen: „Ich habe einen Fuß nach Nordkorea gestellt und wäre fast erschossen worden.“

Der von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig zum dritten Mal verliehene „Axel-Eggebrecht-Preis“ richtet sich an Autorinnen und Autoren, die dem Radiogenre „Feature“ ein Oeuvre von inhaltlicher und formaler Kompetenz gewidmet haben. Er wird im jährlichen Wechsel mit dem Günter-Eich-Preis verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die Preisverleihung findet im Anschluss an die diesjährige Radiowerkstatt Feature statt. Experten aus ganz Europa, den USA und China diskutieren auf dem Mediencampus Villa Ida die Zukunft des Features in der digitalen Welt. Aktuelles hierzu finden Sie unter:

http://think-tank-leipzig.blogspot.com.

27.01.2012 | Allgemein

Diese Seite ausdrucken

 

Stiftung

Skulptur “Nikolaisäule” als Symbol des “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien”

Die Medienindustrie ist heute national und international ein bedeutender Wirtschaftszweig. Dies gilt auch in Leipzig, wo sie einen maßgeblichen Anteil am Wiederaufbau der Region hat.

Wer diese Entwicklung fördern und unterstützen will, muss mehr als nur ökonomische und arbeitsmarktpolitische Aspekte im Blick haben. Bedeutung und Attraktivität entfaltet ein Medienstandort vor allem dann, wenn er für ein Klima steht, in dem die große Verantwortung der Medien für eine freie Gesellschaft als Verpflichtung und Herausforderung zugleich begriffen wird.

Die Sparkasse Leipzig möchte dazu einen Beitrag leisten und beschloss im Frühjahr 1999 die Gründung einer Medienstiftung. Die Stiftung wurde im Rahmen des Festaktes zum 175-jährigen Jubiläum der Sparkasse am 4. Mai 2001 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Förderung der Aus- und Fortbildung junger Menschen im Bereich der Medien. Dazu gehören die Vergabe von Leistungsstipendien, zum Beispiel im Rahmen des Leipziger Medienpreises, gezielte Projektförderungen und die Organisation von Veranstaltungen zur politischen Bildung, etwa zum Gedenken an den Herbst 1989 in Leipzig.

Finanziert werden die Stiftungs-Projekte aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sowie durch Zuwendungen und Spenden Dritter.

Alljährlich schreibt die Stiftung ihren “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” aus. Sie vergibt außerdem die “Talent-Taube” und den “Förderpreis Buchwissenschaft”.

Diese Seite ausdrucken


Lehre und Forschung

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig engagiert sich insbesondere bei der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Medien. Hierzu hat sie in enger Kooperation mit den ortsansässigen Hochschulen Institute gegründet, Initiativen und Projekte ins Leben gerufen und die für ihre Aktivitäten notwendige Infrastruktur geschaffen. Schwerpunkte ihres Engagements sind:

  • die „Leipzig School of Media gGmbH“ (LSoM) mit ihren berufsbegleitenden akademischen Master-Studiengängen und Seminar-Programmen,
  • das „Institut für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung e. V.“ (IPJ) mit seinen vier Forschungsbereichen Journalismus, Kommunikationsmanagement, Medienmanagement und Medien-Informatik,
  • die Radiowerkstätten Hörfunk-Feature und Hörspiel als „Think-Tank“ zur inhaltlichen und methodischen Weiterbildung von Autoren und Fachleuten
  • der „Mediencampus Villa Ida“ als multifunktionaler Veranstaltungsort.

Entdecken Sie diese Bereiche durch den Besuch der weiterführenden Seiten und erfahren Sie mehr über das Förderspektrum der Medienstiftung.

Diese Seite ausdrucken


Presse

Pressemitteilung zum Download: Deutsch, Englisch, Russisch, Französisch.
PM Medienstiftung Bekanntgabe Medienpreisträger 2011 (Deutsch)
PM Medienstiftung Bekanntgabe Medienpreisträger 2011 (Englisch)
PM Medienstiftung Bekanntgabe Medienpreisträger 2011 (Russisch)
PM Medienstiftung Bekanntgabe Medienpreisträger 2011 (Franz.)

06.09.2011

„Sagen dürfen, was man sagen will“:
Leipziger Medienstiftung gibt Preisträger 2011 bekannt

Der „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ geht in diesem Jahr an Oleg Kaschin, Fahem Boukaddous und Stefan Buchen.

LEIPZIG. Den „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ erhalten in diesem Jahr der russische Enthüllungsjournalist Oleg Kaschin sowie die Fernsehreporter Fahem Boukaddous aus Tunesien und Stefan Buchen aus Deutschland. Das hat die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig am Dienstag, 6. September, bekannt gegeben. Mit dem Preis zeichnet die Stiftung drei Persönlichkeiten aus, die sich besonders mutig, couragiert und besonnen für die Presse- und Meinungsfreiheit eingesetzt haben.

Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis wird zum elften Mal verliehen und den Preisträgern am 13. Oktober 2011 in Leipzig überreicht. Im Rahmen der Preisverleihung hält die diesjährige „Leipziger Rede zur Medien- und Pressefreiheit“ Prof. Dr. Dres. h. c. Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichtes a. D..

„Alle drei Preisträger eint ihr unerschrockener Einsatz für Meinungsfreiheit, ihre journalistische Sorgfalt und thematische Unbestechlichkeit“, begründet die Jury, die sich aus Stiftungsrat und Stiftungsvorstand der Medienstiftung zusammensetzt, ihre Wahl. „Die Preisträger setzen sich dafür ein, dass die Welt die Wahrheit erfährt. Und sie engagieren sich für jene, die nicht sagen dürfen, was sie wollen.“

Oleg Kaschin zählt zu den bekanntesten Enthüllungsjournalisten Russlands. Er setzt sich nicht nur mit Demokratiemängeln in Russland auseinander, sondern greift auch mutig Sozial- und Umweltthemen auf. Kaschin berichtete unter anderem kritisch über die Jugendorganisation „Junge Garde“, eine Nachwuchsorganisation der Partei „Einiges Russland“. Im November 2010 wurde er überfallen und brutal zusammengeschlagen. Nachdem die „Junge Garde” zuvor auf ihrer Web-Seite in heftigen verbalen Attacken Kaschin als Verräter gebrandmarkt und seine Bestrafung gefordert hatte, distanzierte sie sich später von dem Angriff.

Der Überfall hatte in Russland eine Welle der Empörung bis hin zum Präsidenten ausgelöst und sorgte international für Aufsehen. Obgleich Kaschin noch heute an den Folgen des Überfalls leidet, ist sein Wille, sich nicht mundtot machen zu lassen, ungebrochen. Die Jury sieht in Oleg Kaschin ein journalistisches Vorbild der Gegenwart: Der 31 Jahre alte Russe zeichne sich durch eine besonders besonnene, gründliche und sachorientierte Arbeitsweise aus. In Russland gab und gibt es immer wieder hinterhältige Gewaltattacken gegen kritische Journalisten.

Anna Politkowskaja – ebenfalls Trägerin des „Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien 2005“ – bezahlte ihren Mut, über den Tschetschenienkonflikt zu berichten, vor fünf Jahren mit dem Leben.

Fahem Boukaddous gilt als eine Symbolfigur der Jasminrevolution in Tunesien in diesem Frühjahr. Bereits Jahre vor dem politischen Umbruch in Tunesien hat der 41 Jahre alte Journalist kritisch und mutig über die Missstände unter der autokratischen Herrschaft von Zine el-Abidene Ben Ali berichtet. Seinen Einsatz für Demokratie, Meinungsfreiheit und Pluralismus musste auch er teuer bezahlen: Er wurde der Gründung einer kriminellen Vereinigung bezichtigt und zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Unmittelbar nach seiner Freilassung im Frühjahr 2011 rief der Fernsehjournalist den Verein „Centre de Tunis pour la Liberté de Presse“ ins Leben. Die Jury würdigt sein Engagement für die Pressefreiheit in Tunesien und seinen starken inneren Willen, sich nicht beirren zu lassen. Er stehe stellvertretend für alle, die den Wandel in Tunesien möglich machten und sich gegen Fanatismus und staatliche Willkür einsetzen.

Stefan Buchen ist für seine packenden Berichte aus Krisenregionen des Nahen und Mittleren Osten sowie Nordafrikas bekannt geworden. Der 42 Jahre alte ARD-Fernsehreporter scheut keine Gefahren, um der Welt zu zeigen, was wirklich geschieht. Er liefert authentische Berichte, ob von Taliban-Kämpfern in Afghanistan oder von Kampfgebieten in Libyen. Seine exzellenten Sprachkenntnisse eröffnen ihm den direkten Zugang zu den Menschen vor Ort. Ihre Gefühle und Wünsche fließen in seine Berichte ein, was sie zu einmaligen Zeitzeugnissen macht. Stefan Buchen gibt auch den Menschen eine Stimme, die keine haben. Das ist ein Kriterium, das für die Jury bei der Preisvergabe besonders wog. Darüber hinaus zeichnet sich Stefan Buchen laut Jury durch großen persönlichen Einsatz, hohe journalistische Sorgfalt und klischeefreie Berichte aus.

Auch in diesem Jahr wurden die Preisträger nach klar definierten Kriterien ausgewählt. Der Nominierungsprozess wurde im Vorfeld begleitet von Dr. Martin Welker, Professor für Journalistik an der Universität Leipzig, und seinem Team. Die wissenschaftliche Gruppe um Professor Welker prüft die vorgeschlagenen Kandidaten für den Preis anhand eindeutiger Vergabekriterien.

Die publizistische Leistung der Preisträger

  • muss sich auf einen relevanten oder bemerkenswerten Gegenstand von allgemeinem Interesse beziehen,
  • ist zugleich auch als ein Beitrag zur Stärkung der Pressefreiheit zu werten – etwa indem Widerstände überwunden werden mussten,
  • brachte für den Publizisten auch persönliche Risiken,
  • verlangte einen weit überdurchschnittlichen Einsatz an Zeit und Energie,
  • ist von ausgezeichneter journalistisch-handwerklicher Qualität.

Jede dieser fünf Kategorien wird mit maximal zehn Punkten bewertet. Die Ergebnisse der Recherchen und deren Auswertung werden in einer gutachterlichen Stellungnahme zusammengefasst, die der Jury als Unterstützung zur Entscheidungsfindung zugeht. Die Jury wählt dann in mehreren Wahlgängen, begleitet von inhaltlicher Beratung, den oder die Preisträger.

Mit dem Preis ehrt die Medienstiftung seit 2001 jährlich Journalisten, Verleger und Institutionen, die sich mit hohem persönlichem Einsatz für die Freiheit und Zukunft der Medien engagieren. Der Preis soll auch die Erinnerung an die friedliche Revolution in Leipzig am 8. Oktober 1989 wach halten: Damals forderten die Demonstranten „eine freie Presse für ein freies Land.“ (Text: Stephan Seeger)

Weitere Informationen zum Leipziger Medienpreis, zu den Preisträgern und den Aktivitäten der Medienstiftung finden Sie im Internet unter www.leipziger-medienstiftung.de.

Diese Seite ausdrucken

Günter-Eich-Preis

Foto Ullstein-Bild

Günter Eich (Foto: Ullstein Bild)

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig fühlt sich der Förderung des deutschsprachigen Hörspiels verpflichtet und möchte mit dem von ihr gestifteten Günter-Eich-Preis das Lebenswerk von Autorinnen und Autoren würdigen, die mit ihren Radio-Arbeiten das Repertoire der Gattung Hörspiel vielgesichtig und stetig erweitert haben.

Das Hörspiel hat Günter Eich (1. Februar 1907 – 20. Dezember 1972) mehr zu verdanken als jedem anderen Autor. Mit seinen Stücken hört die Literatur auf, sich nur mitnehmen zu lassen ins Medium des Rundfunks, eine neue Verwertungsmöglichkeit. Jetzt findet sie mit dem Radio und für das Radio (aber auch, indem sie sich ihm widersetzt) ihre ureigene poetische Form.

In schlichter, oft lapidarer Prosa hat Eich eine künstlerische Sprache geschaffen, die es den aus dem Lautsprecher dringenden Stimmen, die es Szene und Figur im Sog einer sich entfaltenden Geschichte gelingen lässt, Wirklichkeit anders als je zu imaginieren. Die ins Geschehen verstrickte Phantasie des Hörers spannt die Handgreiflichkeit erzählter Abenteuer zusammen mit metaphorischer Transparenz. Wenn sich ein Genre auch über seine Meisterwerke definiert, so sind Eichs Stücke – als Prototypen formaler Möglichkeiten wie als Exempel der wirkungsspezifischen Essenz – bis heute maßgeblich geblieben.

Wenige, aber wichtige Jahre hat Günter Eich von 1922 an in Leipzig verbracht. Hier hat er die Nicolai-Schule besucht, das Abitur gemacht und eine zeitlang studiert. Hier hat er angefangen, zu schreiben, und, mit den ersten Kontakten zur Sendeanstalt, den Weg zum Hörspiel eingeschlagen.

Preisträger/innen seit 2007:

Diese Seite ausdrucken


Mediencampus

Das von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig errichtete Gebäude im Stadtteil Gohlis bildet mit der historischen Villa Ida, dem eigentlichen Stiftungssitz, ein interessantes Ensemble, das Altes mit Neuem verbindet.

Der Bau umfasst einen großen Saal für Veranstaltungen mit bis zu 280 Sitzplätzen und kann mit einer mobilen Trennwand unterteilt werden. Dieser Saal kann auch als Hörsaal genutzt werden. Im ersten OG befinden sich zwei Seminarräume mit je 25 Plätzen, ein Videoschnitt-Schulungsraum mit 10 Plätzen und ein Audio-Tonstudio. Im Dachgeschoss steht ein PC-Kabinett mit 23 Plätzen sowie Büros für Dozenten zur Verfügung. Hinzu kommt ein kleines – öffentliches – Bistro, das auch zur Versorgung des Mediencampus dient sowie vier Appartements für Stipendiaten/Gastdozenten.

Mediencampus Villa Ida

Diese Seite ausdrucken

Kontakt

Medienstiftung der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig

Menckestraße 27
D-04155 Leipzig

Tel.: +49 341 – 5629 661
Fax: +49 341 – 5629 663

 

Name:
*
E-Mail:
*
Homepage:
Betreff:
Nachricht:
 
  Die Mail als Kopie an mich

* Pflichtfeld
 

 
Diese Seite ausdrucken