Von Brand Storytelling bis Videoproduktion – Leipzig School of Media präsentiert neues Kursprogramm

Die Leipzig School of Media (LSoM) hat ihr Kurs- und Seminarprogramm für 2016 veröffentlicht. Journalisten, Marketing-Verantwortliche und andere Medienschaffende können an der LSoM im kommenden Jahr zwischen mehr als drei Dutzend Veranstaltungen wählen. Das Themenspektrum reicht von Brand Storytellng über Content-Marketing und Social-Media-Management bis hin zu Audio- und Videoproduktion. Mehr dazu …

09.12.2015


Pressemitteilung 31.10.2015: Sensible Beobachtung der Transformation in Ungarn

Klára Trencsényi gewinnt beim DOK Leipzig den “Next Masters Wettbewerb” 2015 und die Goldene Taube der Medienstiftung

Leipzig, der 31. Oktober 2015. Die von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig gestiftete Goldene Taube für einen herausragenden Nachwuchsfilm geht 2015 an die Filmemacherin Klára Trencsényi für ihren Film “Reményvasút” (“Train to Adulthood”). Dies entschied die Jury des “Next Masters Wettbewerbs” beim 58. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm. Mehr dazu …

01.11.2015


Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2015 – Impressionen

Fotos: Medienstiftung der Sparkasse Leipzig/Olivier Colin

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Preisverleihung 2015 (v.l.n.r.): Dr. Harald Langenfeld (Vorstandsvorsitzender von Medienstiftung und Sparkasse Leipzig), Stephan Seeger (Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung), Festredner Henrik Kaufholz (Vorstandsvorsitzender des ECPMF), Yousef Panahi in Vertretung seines Bruders Jafar, Preisträger Nedim Sener, Oberbürgermeister Burkhard Jung und Stefan Raue (Chefredakteur Fernsehen, Hörfunk und Neue Medien des MDR und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Medienstiftung)


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12.10.2015


Pressemitteilung 08.10.2015: Leipziger Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien an Jafar Panahi und Nedim Şener verliehen

“Die Ära staatlicher Repression und Isolation hat ein Ende”

Leipzig, 8. Oktober 2015. Mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2015 ehrte die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig am Abend des 8. Oktober den deutsch-türkischen Journalisten Nedim Şener sowie den iranischen Filmemacher Jafar Panahi in einer Festveranstaltung. Der Preis geht an Menschen und Institutionen, die sich mit Mut und außergewöhnlichem Engagement für die Durchsetzung und den Erhalt der Pressefreiheit einsetzen, und ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert. Mehr dazu …

08.10.2015


Medienstiftung zeigt Preisträger-Film

Am 6. Oktober wird im Mediencampus Jafar Panahis “Taxi Teheran” aufgeführt

Am 8. Oktober ehrt die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig den iranischen Regisseur Jafar Panahi mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2015. Der am 11. Juli 1960 geborene Panahi gilt als einer der renommiertesten Filmemacher weltweit – und dies, obwohl er in seinem Heimatland einem Berufsverbot unterliegt. In seinem jüngsten Werk “Taxi Teheran” setzt er sich deshalb selbst ans Lenkrad eines Taxis, das mit Kameras ausgestattet ist und macht seine Fahrgäste zu Filmhelden. Das Roadmovie wurde mit dem “Goldenen Bären” der 65. Internationalen Filmfestspiele Berlin “Berlinale” ausgezeichnet. Aus Anlass der Preisverleihung zeigt die Medienstiftung den Film “Taxi Teheran” am Dienstag, 6. Oktober 2015, 19.30 Uhr im Mediencampus Villa Ida, Poetenweg 28. Der Eintritt ist frei. Mehr dazu …

01.10.2015


Stiftung

Wer die Entwicklung freier Medien fördern und unterstützen will, muss mehr als nur ökonomische und arbeitsmarktpolitische Aspekte im Blick haben. Bedeutung und Attraktivität entfaltet ein Medienstandort vor allem dann, wenn er für ein Klima steht, in dem die große Verantwortung der Medien für eine freie Gesellschaft als Verpflichtung und Herausforderung zugleich begriffen wird.

Die Sparkasse Leipzig möchte dazu einen Beitrag leisten und beschloss im Frühjahr 1999 die Gründung einer Medienstiftung. Die Stiftung wurde im Rahmen des Festaktes zum 175-jährigen Jubiläum der Sparkasse am 4. Mai 2001 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Förderung der Aus- und Fortbildung junger Menschen im Bereich der Medien. Dazu gehören die Vergabe von Leistungsstipendien, zum Beispiel im Rahmen des Leipziger Medienpreises, gezielte Projektförderungen und die Organisation von Veranstaltungen zur politischen Bildung, etwa zum Gedenken an die Friedliche Revolution 1989 in Leipzig.

Finanziert werden die Stiftungsprojekte aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sowie durch Zuwendungen und Spenden Dritter.

Alljährlich schreibt die Stiftung ihren “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” aus. Sie vergibt außerdem den “Axel-Eggebrecht-Preis”, den “Günter-Eich-Preis” und die “Goldene Taube” (die frühere “Talent-Taube”).

Nikolaisäule (Andreas Lamm)

Skulptur “Nikolaisäule” als Symbol des “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” (Foto: Andreas Lamm)

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Lehre und Forschung

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig engagiert sich insbesondere bei der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Medien. Hierzu hat sie in enger Kooperation mit den ortsansässigen Hochschulen Institute gegründet, Initiativen und Projekte ins Leben gerufen und die für ihre Aktivitäten notwendige Infrastruktur geschaffen. Schwerpunkte ihres Engagements sind:

  • die “Leipzig School of Media gGmbH” (LSoM) mit ihren berufsbegleitenden akademischen Master-Studiengängen und Seminar-Programmen,
  • das ” Europäische Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung e. V.” (EIJK) mit europaweit vergebenen Stipendien,
  • Sonderveranstaltungen für Radio-Feature and Radio-Hörspiel

Entdecken Sie diese Bereiche durch den Besuch der weiterführenden Seiten und erfahren Sie mehr über das Förderspektrum der Medienstiftung.

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Presse

Pressemitteilung 15.12.15: Lügenpresse?

Lügenpresse? “Journalisten werden zum Teil des Feindbildes”

ECPMF-Untersuchung zu Übergriffen auf Journalisten zeigt zunehmende Gefährdung. Das Zentrum ruft zur Meldung und Verfolgung der Vorfälle auf.

Leipzig, 15.12.2015. Teilnehmer zahlreicher PEGIDA-Aufmärsche und anderer rechtspopulistischer Veranstaltungen griffen in diesem Jahr mindestens 29 Journalisten gewaltsam an, Dutzende weitere wurden bedroht und bedrängt. Der Grund für dieses Vorgehen: Die Opfer werden als Teil der “Lügenpresse” angesehen. Insbesondere im Rahmen rechts-populistischer Demonstrationen zeigt sich damit eine neue Dimension der Gefährdung von Medienmachern, stellt das European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF) in seiner am 15.12.2015 veröffentlichten Untersuchung fest.

Das ECPMF hat auf Basis von Medienberichten sowie Interviews mit Opfern und Experten die bekannten Fälle gesammelt, kategorisiert und die Auswirkungen auf den Journalismus und die Pressefreiheit in Deutschland untersucht. Zwischen dem 16.11. und dem 12.12.2015 wurden Einzelfälle überprüft, sieben Experteninterviews geführt sowie rechts-populistische Veranstaltungen besucht und dokumentiert, um die Umstände der Ereignisse besser nachvollziehen zu können.

Das wichtigste Ergebnis: “Journalisten gelten bei einem wachsenden Anteil der Bevölkerung nicht mehr als neutral, sondern werden zum Teil eines Feindbildes aus herrschender Politik und weltoffener Gesellschaft”, so Martin Hoffmann, Leiter der Untersuchung und wissenschaftlicher Mitarbeiter des ECPMF. Damit seien jetzt alle Journalisten gefährdet, die sich insbesondere auf rechtspopulistischen Demonstrationen als solche zu erkennen geben. “Das ist eine neue Qualität der Gefahr”, so Hoffmann weiter.

Eine grafisch dargestellte Chronik zeigt, dass sich die Angriffe auf Journalisten vor allem auf das Bundesland Sachsen konzentrieren und zeitlich mit dem Aufkommen der PEGIDA-Bewegung zusammenhängen. “Die Datenlage zu Angriffen auf Journalisten ist jedoch lückenhaft, weil die Polizei die Fälle bisher nicht gesondert erfasst hat, aber auch weil die entscheidenden Szenen häufig nicht durch Fotos oder Videos dokumentiert sind.”

Das ECPMF ruft deshalb zur Unterstützung auf: Journalisten, die Opfer von Gewalttaten oder Bedrohungen wurden oder deren Eigentum beschädigt wurde, können sich (auch anonym) über einen Reporting Point auf der Internetseite http://www.ecpmf.eu an das Zentrum wenden. Der Reporting Point gewährt eine sichere Datenübertragung und wurde eingerichtet, um Pressefreiheitsverletzungen zu erfassen und zu verfolgen.

Zugleich ruft das ECPMF die deutschen Sicherheitsbehörden dazu auf, Attacken auf Journalisten zu verfolgen und die Kollegen künftig besser zu schützen. Die ECPMF-Untersuchung zeigt, dass die Pressefreiheit in Deutschland mit der starken Häufung der Vorfälle derzeit an einem Scheideweg steht. Zwar berichten couragierte Journalisten trotz der Bedrohungen weiter, jedoch sind Polizei und Sicherheitskräfte zunehmend überfordert von der Situation.

“Journalisten sind auf den Demonstrationen weiterhin gefährdet. Die Polizei agiert an ihrer Belastungsgrenze – und darum nicht so, wie es die derzeitige Situation erfordert”, schlussfolgert die ECPMF-Studie.

Den vollständige Untersuchungsbericht, alle Interviews, u. a. mit Andreas Loepki (Leiter Direktionsbüro, Polizei Leipzig), Michael Hiller (Geschäftsführer DJV Sachsen), Helmut Schümann (Journalist, Der Tagesspiegel) und Vera Lengsfeld (Bürgerrechtlerin) sowie die Chronik der Vorfälle finden Sie unter http://ecpmf.eu/news/ecpmf/pegida (englischsprachig). Die deutschsprachigen Materialien (Zusammenfassung mit Zitaten, Untersuchungsbericht und Interviews) können dort heruntergeladen werden.

Kontakt:
Michelle Trimborn, PR & Communications Manager
Telefon: 0341 200 403 -15
E-mail: press@ecpmf.eu

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Leipziger Medienpreis

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig fühlt sich der Erinnerung an die Friedliche Revolution 1989 verpflichtet. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und ungehinderte Informationsbeschaffung durch eine freie unabhängige Presse waren zentrale Forderungen der Bürgerrechtler und der Demonstranten auf den Leipziger Montagsdemonstrationen.

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig unterstützt die Freiheit der Presse und damit auch die Erinnerung an den Herbst 1989 durch die jährliche Vergabe des “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien”.

Die Verteidigung der Pressefreiheit ist notwendiger denn je. Auch in freien Gesellschaften ist sie nicht ungefährdet: die Muster der Informationsunterdrückung werden subtiler. Diesem Thema widmete sich auch der im Oktober 2010 von der Medienstiftung veranstaltete “Leipziger Medienkongress”, der den thematischen Rahmen für die Preisverleihung 2010 bildete.

Mit weiteren Preisauslobungen – wie der “Goldenen Taube” für den besten Dokumentarfilm eines Nachwuchstalents des Leipziger Dokfilm-Festivals (ehemals “Talent-Taube”), dem “Günter-Eich-Preis” und dem “Axel-Eggebrecht-Preis” – fördert die Stiftung kulturell und qualitativ anspruchsvolle Arbeiten in Schrift, Ton und Film.

Alle Preise der Medienstiftung sind unter dem Oberbegriff “Leipziger Medienpreis” zusammengefasst.

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Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit

Es war auf dem Leipziger Medienkongress, den die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig aus Anlass des zehnjährigen Jahrestages ihres “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” im Oktober 2010 veranstaltete, als Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN und Chefredakteur Sonderaufgaben Gruner + Jahr, die Idee eines Europäischen Zentrums für Pressefreiheit in Leipzig erstmals öffentlich ins Spiel brachte. Jörges hatte bereits 2009 die “Europäische Charta für Pressefreiheit” ins Leben gerufen, die von 48 Chefredakteuren und leitenden Journalisten aus 19 Staaten unterzeichnet wurde. Nun sollte ein Zentrum für Pressefreiheit als Umsetzungsinstrument für die Charta folgen.

Leipzig als Keimzelle der Friedlichen Revolution im Osten Deutschlands – hier demonstrierten im Herbst 1989 zehntausende DDR-Bürger gegen die Staatsmacht und forderten unter anderem die Freiheit der Medien – erschien als idealer Standort: mit der Medienstiftung gab es bereits eine Organisation, die sich seit Jahren für die Presse- und Medienfreiheit einsetzt. Die Stiftung knüpft insbesondere mit ihrem seit 2001 vergebenen “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” an den Leipziger Geist des Herbstes 1989 an.

Unmittelbar nach dem Kongress 2010 begann die Erarbeitung eines Grobkonzeptes als Grundlage für die Suche nach Unterstützern für das Projekt. Es galt u. a. eine Rechtsform zu finden, die dem Zentrum ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit garantiert. Mit der Kanzlei CMS Hasche Sigle konnte der Stiftungsvorstand einen auch im EU-Recht überaus versierten Partner gewinnen, der bereit war, das Projekt bis zu seiner offiziellen Gründung pro bono zu begleiten. Die Kanzlei CMS Hasche Sigle fand in der Europäischen Genossenschaft (SCE) die geeignete Rechtsform für das Projekt und erstellte einen Satzungsentwurf auf Grundlage der Voraussetzungen, die das Zentrum künftig erfüllen sollte.

Pressekonferenz_Brüssel_30.06.2015 (European Parliament)

Vorstellung des Projektes bei Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, in Brüssel (v.l.n.r.): Dr. Lutz Mükke (Projektkoordinator ECPMF), Hans-Ulrich Jörges (Gruner+Jahr), Maria Laura Franciosi (Ossigeno per l’Informazione), Martin Schulz (Europaparlament), Luisa Chiodi (Osservatorio Balcani e Caucaso), Dr. Harald Langenfeld (Medienstiftung der Sparkasse Leipzig), Margo Smit (VVOJ), Ides Debruyne (Journalismfund.eu), Stephan Seeger (Medienstiftung der Sparkasse Leipzig). Foto: EU-Parlament

Mit dem Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (kurz: ECPMF) sollen die Streiter für Presse- und Medienfreiheit in Europa eine starke Stimme bekommen. Kernziel des Zentrums ist es, europäische Medienfreiheitsinitiativen und -akteure unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen und ihre Aktivitäten zu koordinieren. Das ECPMF dokumentiert mithilfe seiner Mitglieder aus ganz Europa und der Mitarbeiter am Standort Leipzig europaweit Verletzungen der Pressefreiheit und die Verfolgung von Journalisten und informiert sowohl Öffentlichkeit als auch Politik über aktuelle und aufkommende Missstände.

Um das Projekt als europäische Initiative zu etablieren, war die Unterstützung seitens der Europäischen Union von herausragender Bedeutung. Hans-Ulrich Jörges, Christoph Keese (Senior Vice President Investor Relations and Public Affairs der Axel Springer SE) und Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung, fanden im Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, einen herausragenden Fürsprecher. Aus Gesprächen mit weiteren EU-Parlamentariern, stellvertretend seien hier EU-Vizeparlamentspräsident Alexander Graf Lambsdorff und Elmar Brok (Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlamentes) genannt, entwickelte sich eine parteiübergreifende Unterstützung im Europäischen Parlament, welches schließlich im Rahmen der Haushaltsberatungen die für das Zentrum notwendigen Mittel in Höhe von einer Million Euro bereitstellte.

Unter der Voraussetzung einer Förderung durch die EU erklärten sich der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig ebenfalls zu einer finanziellen Förderung des künftigen Zentrums bereit. Mit der Zusage der Medienstiftung für eine finanzielle Förderung war die Grundlage geschaffen, die detaillierte Projektplanung als Voraussetzung für die Antragsstellung bei der EU-Kommission anzugehen und europaweit um Unterstützung bei journalistischen Organisationen, Institutionen und Hochschulen, die sich mit dem Thema Pressefreiheit befassen, zu werben. Hierzu bedurfte es fachkundiger Verstärkung des Stiftungsteams.
Bei der Suche nach einem geeigneten Projektmanager fiel die Wahl auf Dr. Lutz Mükke, welcher der Stiftung als ihr erster Promotionsstipendiat bereits bekannt war. Mit Erfolg machte sich Dr. Mükke an die europaweite Akquise von Projektpartnern. Parallel zur Akquise stand der detaillierte Konzeptentwurf im Zentrum der Arbeit. Neben den bereits erwähnten Förderern Freistaat Sachsen, Stadt Leipzig und Medienstiftung, sagte auch das Auswärtige Amt seine Unterstützung für das Projekt zu. Im Oktober 2013 konnte der Antrag fristgerecht an die EU-Kommission gesendet werden.

Zur Enttäuschung aller Beteiligter, vor allem auch der EU-Parlamentarier, erhielt der Leipziger Antrag 2013 keinen Zuschlag durch die ausschreibende EU-Kommission. Statt eines einzelnen Zentrums wurden verschiedene Projekte und Projektträger gefördert. Nichtdestotrotz entschied der Stiftungsrat der Medienstiftung auf Vorschlag des Stiftungsvorstandes 2014, nachdrücklich von Parlamentspräsident Schulz und den unterstützenden Parlamentariern animiert, am Vorhaben festzuhalten und eine zweite Bewerbung zu wagen. Das Projekt wurde erneut ausgeschrieben, das Konzept noch einmal überarbeitet und als neuer Antrag bei der Kommission eingereicht.

Im März 2015 kam schließlich die Nachricht von der EU-Kommission aus Brüssel, dass die Medienstiftung als Konsortialführer gemeinsam mit Partnern aus drei weiteren europäischen Staaten (Journalismfund.eu, Belgien; Institut für Europäisches Medienrecht, Deutschland; Ossigeno per l’Informazione und Osservatorio Balcani e Caucaso, beide Italien und die South East Europe Media Organisation (SEEMO), Österreich) den Zuschlag für das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (engl. European Centre for Press and Media Freedom) erhält.

Am 24. Juni 2015 fand in Leipzig die Gründungsversammlung der Europäischen Genossenschaft (SCE) mit der Wahl von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Vertreter von über 20 europäischen Journalistenorganisationen, Medienunternehmen und -gewerkschaften sowie Medienwissenschaftler und -anwälte aus zahlreichen europäischen Ländern gehören zu den Gründungsmitgliedern. Die Organisationsform als Europäische Genossenschaft erlaubt Rechtsgültigkeit des Zentrums in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie größtmögliche Unabhängigkeit gegenüber staatlichen Institutionen und zugleich direkte Teilhabe der mitwirkenden Organisationen und Initiativen an der Arbeit des Zentrums. Diese Teilhabe drückt sich unter anderem in den Gremien des ECPMF aus: Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat gehören zahlreiche Vertreter wichtiger europäischer Pressefreiheitsinitiativen an. Die Arbeit des Zentrums wird am Standort Leipzig auf dem Mediencampus Villa Ida, dem Sitz der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, koordiniert.

Es entspricht der Förderphilosophie der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, dass das von ihr als Projektträgerin und Antragstellerin maßgeblich entwickelte und finanziell geförderte Projekt mit der Eintragung der gegründeten Genossenschaft in das Genossenschaftsregister und der damit einhergehenden vollen Rechtsfähigkeit in die eigenverantwortliche Unabhängigkeit übergeht. Die Stiftung wird das ECPMF auch in Zukunft im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach Kräften unterstützen. Die Stiftung dankt der Kanzlei CMS Hasche Sigle, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Hartwig Künckeler sowie dem deutschen Genossenschaftsverband in Frankfurt am Main für ihre kompetente und entgegenkommende Unterstützung.

Stephan Seeger
Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig
Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig

Weitere Informationen: www.ecpmf.eu und twitter.com/ECPMF

Mitglieder des ECPMF

  • Galina Arapova, Direktorin des Mass Media Defence Centre (MMDC), Russland
  • Mogens Blicher Bjerregaard, Präsident der European Federation of Journalists (EFJ)
  • Federica Delogu, Journalistin beim Ossigeno per l’informazione, Italien
  • Vesselin Dimitrov, stellvertretender Chefredakteur bei Forbes Bulgarien
  • Jodie Ginsberg, Chief Executive des Index on Censorship, Großbritannien
  • Nadine Gogu, Geschäftsführerin des Independent Journalism Center, Republik Moldau
  • Esad Hećimović, Investigativreporter und Redakteur bei OBN TV Sarajevo, Bosnien-Herzegowina
  • Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN sowie Chefredakteur Special Affairs bei Gruner+Jahr, Deutschland
  • Henrik Kaufholz, Mitbegründer und Manager von SCOOP, Dänemark
  • Christoph Keese, Senior Vice President der Axel Springer SE, Deutschland
  • Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig und der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Deutschland
  • Gavin MacFadyen, Direktor des Centre for Investigative Journalism, University of London, Großbritannien
  • Răzvan Martin, Koordinator des FreeEx Program bei ActiveWatch, Rumänien
  • Anthony McNicholas, Senior lecturer an der Faculty of Arts, Design and Media, University of Westminster, Großbritannien
  • Kerstin Mey, Dekanin der Faculty of Arts, Design and Media, University of Westminster, Großbritannien
  • Dr. Helga Montag, Mitglied des Vorstandes von Journalisten helfen Journalisten e. V., Deutschland
  • Dr. Lutz Mükke, Hauptgeschäftsführer des ECPMF
  • Balázs Nagy Navarro, freier Journalist, Ungarn
  • Peter Noorlander, Geschäftsführer der Media Legal Defence Initiative (MLDI)
  • Prof. Dr. Stephan Ory, Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR), Deutschland
  • Dr. Georgios Pleios, Professor und Leiter der Abteilung Communication and Media Studies an der National and Kapodistrian University Athen, Griechenland
  • Vladimir Radomirovic, Chefredakteur von Pištaljka, Serbien
  • Renate Schröder, Direktorin der European Federation of Journalists
  • Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Deutschland
  • Naser Selmani, Direktor der Association of Journalists of Macedonia, Mazedonien
  • Ljiljana Smajlović, Präsidentin der Journalists’ Association of Serbia, Serbien
  • Trine Smistrup, Projektmanagerin, Journalismfund, Belgien
  • Margo Smit, freie Investigativjournalistin, Ombudsfrau beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk NOS, Niederlande (vormals Direktorin der Dutch-Flemish Association of Investigative Journalists (VVOJ))
  • Martin Stoll, Präsident von Öffentlichkeitsgesetz.ch, Schweiz
  • Dr. Dirk Voorhoof, Professor für International Media Law, Gent University, Belgien
  • Oliver Vujovic, Generalsekretär von SEEMO, Österreich
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Kontakt

Medienstiftung der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig

Menckestraße 27
D-04155 Leipzig

Tel.: +49 341 – 5629 661
Fax: +49 341 – 5629 663
info(at)leipziger-medienstiftung.de

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Mediencampus

Das von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig errichtete Gebäude im Stadtteil Gohlis bildet mit der historischen Villa Ida, dem eigentlichen Stiftungssitz, ein interessantes Ensemble, das Altes mit Neuem verbindet.

Der “Mediencampus Villa Ida” ist Sitz der “Leipzig School of Media” (LSoM), einer Tochtergesellschaft der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig. Die LSoM ist das Kompetenzzentrum für akademisch fundierte Weiterbildung im Bereich Crossmedia. In Masterstudiengängen sowie Kursen und Schulungen bildet sie auf einem exzellenten wissenschaftlichen Niveau berufstätige Arbeitnehmer und Medienschaffende aus Agenturen, Redaktionen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen berufsbegleitend weiter. Die Angebote werden in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) organisiert und betreut. www.leipzigschoolofmedia.de

Darüber hinaus steht der “Mediencampus Villa Ida” als moderner und exklusiver Veranstaltungsort für Workshops, Seminare, Tagungen und Empfänge für bis zu 240 Personen zur Verfügung. Der “Mediencampus Villa Ida” ist nach dem Baukastenprinzip konzipiert worden. Die beiden Veranstaltungssäle im Erdgeschoss und zwei der drei Seminarräume im ersten Obergeschoss sind durch mobile Wände getrennt, die sich bei Bedarf schnell entfernen lassen. Für Ihre Veranstaltungen können wir so die optimalen Voraussetzungen schaffen, egal ob konzentrierte Seminaratmosphäre, repräsentatives Plenum oder Festveranstaltung.

Unsere Räume sind mit modernster Präsentationstechnik ausgestattet. Die organisatorische und technische Betreuung Ihrer Veranstaltung wird durch unser kompetentes Team gewährleistet. Für die Übernachtung vor Ort stehen den Dozenten, Referenten, Studenten und Ihren Gästen vier Appartements zur Verfügung.

Das Hotel Michaelis Leipzig betreibt unser “Restaurant Campus” und ist zudem Exklusivpartner für das Catering aller Veranstaltungen. Ob Konferenz, Seminar oder Empfang – das Team des Hotel Michaelis Leipzig unterbreitet Ihnen gern ein entsprechendes Angebot.

Mediencampus Villa Ida
Hotel Michaelis

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