Eggebrecht-Preisträger Friedrich Schütze-Quest verstorben

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig trauert um den am 1. September 2016 verstorbenen Journalisten Friedrich Schütze-Quest. “Friedrich Schütze-Quest war ein begnadeter Rechercheur, ein enthusiastischer Welterkunder und ein großartiger Geschichtenerzähler, den die Medienstiftung im Jahr 2012 völlig zurecht für sein Lebenswerk im Bereich des Radio-Features mit dem Axel-Eggebrecht-Preis ausgezeichnet hat”, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig: “Wir haben ihn darüber hinaus als einen warmherzigen, immer neugierig bleibenden Menschen kennengelernt. Wir trauern um ihn und sprechen seinen Angehörigen unser tief empfundenes Beileid aus.”

Friedrich Schütze-Quest

Friedrich Schütze-Quest, 1943 geboren, galt als einer der meistgereisten deutschen Journalisten. Zunächst als Reporter für den Westdeutschen und den Saarländischen Rundfunk tätig, wirkte er anschließend als ARD-Korrespondent in Australien und bis 1992 als Reise-Korrespondent für Südost-Asien. Anschließend arbeitete er als Freiberuflicher Radio-Autor, der von allen Kontinenten und aus etwa 60 Ländern berichtete, zuletzt insbesondere für MDR Kultur. Der Erfolg seiner Hörfunk-Sendungen zog in einigen Fällen Fernseh-Dokumentationen und eine Buchveröffentlichung nach sich. Bei der Verleihung des Axel-Eggebrecht-Preises der Medienstiftung würdigte der Juryvorsitzende Peter Leonhard Braun: “Ein Mann mit einer genialen Begabung zur Recherche. Das hast Du nicht oft – jemand, der in eine Situation eintritt und Menschen auslöst, die sich offenbaren, und die mit ihm sozusagen vertrauensvoll mitgehen. Und das Zweite, was mir immer mit Schütze-Quest sofort in die Erinnerung kommt, ist die Besessenheit. Das ist ein geborener Jäger.”

12.09.2016


Sommerfest 2016

Bei bestem Spätsommerwetter, feierten mehr als 400 Gäste auf dem Mediencampus Villa Ida das diesjährige Sommerfest der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig. Auch in diesem Jahr fand vor dem eigentlichen Sommerfest die Radiopreisverleihung der Medienstiftung statt: die deutsche Radio Feature-Autorin Margot Overath erhielt den Axel-Eggebrecht-Preis für ihr Lebenswerk.

Sommerfest und Axel-Eggebrecht-Preisverleihung 2016 – Impressionen

Sommerfest_2016_1 (MED, Thomas Jaekel)

Axel-Eggebrecht-Preisverleihung 2016: Moderator Thomas Bille begrüßt die Gäste.

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02.09.2016


Pressemitteilung 24.08.2016: Chronistin von Gegenwart und Vergangenheit

Verleihung des Axel-Eggebrecht-Preises 2016 an Margot Overath am 30. August 2016 in Leipzig

Leipzig, der 24. August 2016. Am 30. August 2016 ehrt die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig die Radio-Journalistin Margot Overath mit dem Axel-Eggebrecht-Preis für ihre besonderen Verdienste um das deutschsprachige Radio-Feature. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vor dem Sommerfest der Medienstiftung im Mediencampus Villa Ida verliehen. Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig, würdigt die Preisträgerin: “Seit mehr als 30 Jahren sorgt Margot Overath mit ihren Radiofeatures für Aufmerksamkeit – als Begleiterin aktueller Ereignisse ebenso wie als Chronistin zeitgeschichtlicher Geschehnisse.”

Margot_Overath (privat)

Axel-Eggebrecht-Preisträgerin 2016: Margot Overath (Foto: privat)


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24.08.2016


Pressemitteilung 11.07.2016: Günter-Eich-Preisträger in Open-Air-Atmosphäre

Medienstiftung kooperiert mit dem Leipziger Hörspielsommer. Neues Programmhighlight: “Retrospektive/Perspektive” mit Hörspielen von Hubert Wiedfeld, Ror Wolf und Alfred Behrens

Leipzig, der 11. Juli 2016. Zum 14. Mal startete am 8. Juli 2016 der Leipziger Hörspielsommer – in diesem Jahr erstmals mit einer Unterstützung in Höhe von 4.000 Euro der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig. Teil der Kooperationsvereinbarung zwischen dem veranstaltenden Verein “Hörspielsommer e. V.” und der Medienstiftung ist ein gemeinsam gestalteter Festivalabend zum Auftakt des abschließenden Wochenendes am Freitag, 15. Juli 2016. “Mit dem von uns seit 2007 alle zwei Jahre ausgelobten Günter-Eich-Preis würdigen wir seit beinahe zehn Jahren herausragende deutschsprachige Hörspielautorinnen und -autoren. Eine Zusammenarbeit mit einem der größten deutschen Festivals für die Hörspielkunst liegt nahe – erst recht, wenn es ‘vor der eigenen Haustür’ gefeiert wird”, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig. Mehr dazu …

11.07.2016


Pressemitteilung 23.06.2016: Türkische Journalisten Can Dündar und Erdem Gül erhalten den “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” 2016 der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig.

Leipzig, der 23. Juni 2016. Mit dem Leipziger Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig werden im Jahr 2016 die türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül geehrt. “Unter den Nominierten dieses Jahres waren zahlreiche Journalisten und Medienorganisationen, die sich in ihren Heimatländern oder länderübergreifend mit großem Einsatz um das freie Wort verdient machen”, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung. “Mit der gemeinsamen Würdigung für Can Dündar und Erdem Gül ehren wir zwei Journalisten, die stellvertretend stehen für viele ihrer Kollegen in der Türkei und darüber hinaus: Sie gehen unabhängig und unvoreingenommen ihrer journalistischen Arbeit nach – ungeachtet politisch motivierter Verfolgung, der Bedrohung durch Haftstrafen oder Gefahren für Leib und Leben. Das in den vergangenen Jahren vier türkische Journalisten (Ahmed Altan, Nedim Şener, Can Dündar und Erdem Gül) mit unserem Preis ausgezeichnet wurden, kennzeichnet den Zustand der Pressefreiheit in der Türkei”, so Seeger weiter. Der Preis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert und wird zu gleichen Teilen an beide Journalisten vergeben. Can Dündar und Erdem Gül nehmen den Preis an und werden ihn im Rahmen der Preisverleihung am 7. Oktober in Leipzig entgegennehmen (sofern sie nicht daran gehindert werden). Mehr dazu …

23.06.2016


Stiftung

Wer die Entwicklung freier Medien fördern und unterstützen will, muss mehr als nur ökonomische und arbeitsmarktpolitische Aspekte im Blick haben. Bedeutung und Attraktivität entfaltet ein Medienstandort vor allem dann, wenn er für ein Klima steht, in dem die große Verantwortung der Medien für eine freie Gesellschaft als Verpflichtung und Herausforderung zugleich begriffen wird.

Die Sparkasse Leipzig möchte dazu einen Beitrag leisten und beschloss im Frühjahr 1999 die Gründung einer Medienstiftung. Die Stiftung wurde im Rahmen des Festaktes zum 175-jährigen Jubiläum der Sparkasse am 4. Mai 2001 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Förderung der Aus- und Fortbildung junger Menschen im Bereich der Medien. Dazu gehören die Vergabe von Leistungsstipendien, zum Beispiel im Rahmen des Leipziger Medienpreises, gezielte Projektförderungen und die Organisation von Veranstaltungen zur politischen Bildung, etwa zum Gedenken an die Friedliche Revolution 1989 in Leipzig.

Finanziert werden die Stiftungsprojekte aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sowie durch Zuwendungen und Spenden Dritter.

Alljährlich schreibt die Stiftung ihren “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” aus. Sie vergibt außerdem den “Axel-Eggebrecht-Preis”, den “Günter-Eich-Preis” und die “Goldene Taube” (die frühere “Talent-Taube”).

Nikolaisäule (Andreas Lamm)

Skulptur “Nikolaisäule” als Symbol des “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” (Foto: Andreas Lamm)

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Lehre und Forschung

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig engagiert sich insbesondere bei der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Medien. Hierzu hat sie in enger Kooperation mit den ortsansässigen Hochschulen Institute gegründet, Initiativen und Projekte ins Leben gerufen und die für ihre Aktivitäten notwendige Infrastruktur geschaffen. Schwerpunkte ihres Engagements sind:

  • die “Leipzig School of Media gGmbH” (LSoM) mit ihren berufsbegleitenden akademischen Master-Studiengängen und Seminar-Programmen,
  • das ” Europäische Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung e. V.” (EIJK) mit europaweit vergebenen Stipendien,
  • Sonderveranstaltungen für Radio-Feature and Radio-Hörspiel

Entdecken Sie diese Bereiche durch den Besuch der weiterführenden Seiten und erfahren Sie mehr über das Förderspektrum der Medienstiftung.

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Presse

Eggebrecht-Preisträger Friedrich Schütze-Quest verstorben

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig trauert um den am 1. September 2016 verstorbenen Journalisten Friedrich Schütze-Quest. “Friedrich Schütze-Quest war ein begnadeter Rechercheur, ein enthusiastischer Welterkunder und ein großartiger Geschichtenerzähler, den die Medienstiftung im Jahr 2012 völlig zurecht für sein Lebenswerk im Bereich des Radio-Features mit dem Axel-Eggebrecht-Preis ausgezeichnet hat”, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig: “Wir haben ihn darüber hinaus als einen warmherzigen, immer neugierig bleibenden Menschen kennengelernt. Wir trauern um ihn und sprechen seinen Angehörigen unser tief empfundenes Beileid aus.”

Friedrich Schütze-Quest

Friedrich Schütze-Quest, 1943 geboren, galt als einer der meistgereisten deutschen Journalisten. Zunächst als Reporter für den Westdeutschen und den Saarländischen Rundfunk tätig, wirkte er anschließend als ARD-Korrespondent in Australien und bis 1992 als Reise-Korrespondent für Südost-Asien. Anschließend arbeitete er als Freiberuflicher Radio-Autor, der von allen Kontinenten und aus etwa 60 Ländern berichtete, zuletzt insbesondere für MDR Kultur. Der Erfolg seiner Hörfunk-Sendungen zog in einigen Fällen Fernseh-Dokumentationen und eine Buchveröffentlichung nach sich. Bei der Verleihung des Axel-Eggebrecht-Preises der Medienstiftung würdigte der Juryvorsitzende Peter Leonhard Braun: “Ein Mann mit einer genialen Begabung zur Recherche. Das hast Du nicht oft – jemand, der in eine Situation eintritt und Menschen auslöst, die sich offenbaren, und die mit ihm sozusagen vertrauensvoll mitgehen. Und das Zweite, was mir immer mit Schütze-Quest sofort in die Erinnerung kommt, ist die Besessenheit. Das ist ein geborener Jäger.”

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Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit

Es war auf dem Leipziger Medienkongress, den die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig aus Anlass des zehnjährigen Jahrestages ihres “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” im Oktober 2010 veranstaltete, als Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN und Chefredakteur Sonderaufgaben Gruner + Jahr, die Idee eines Europäischen Zentrums für Pressefreiheit in Leipzig erstmals öffentlich ins Spiel brachte. Jörges hatte bereits 2009 die “Europäische Charta für Pressefreiheit” ins Leben gerufen, die von 48 Chefredakteuren und leitenden Journalisten aus 19 Staaten unterzeichnet wurde. Nun sollte ein Zentrum für Pressefreiheit als Umsetzungsinstrument für die Charta folgen.

Leipzig als Keimzelle der Friedlichen Revolution im Osten Deutschlands – hier demonstrierten im Herbst 1989 zehntausende DDR-Bürger gegen die Staatsmacht und forderten unter anderem die Freiheit der Medien – erschien als idealer Standort: mit der Medienstiftung gab es bereits eine Organisation, die sich seit Jahren für die Presse- und Medienfreiheit einsetzt. Die Stiftung knüpft insbesondere mit ihrem seit 2001 vergebenen “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” an den Leipziger Geist des Herbstes 1989 an.

Unmittelbar nach dem Kongress 2010 begann die Erarbeitung eines Grobkonzeptes als Grundlage für die Suche nach Unterstützern für das Projekt. Es galt u. a. eine Rechtsform zu finden, die dem Zentrum ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit garantiert. Mit der Kanzlei CMS Hasche Sigle konnte der Stiftungsvorstand einen auch im EU-Recht überaus versierten Partner gewinnen, der bereit war, das Projekt bis zu seiner offiziellen Gründung pro bono zu begleiten. Die Kanzlei CMS Hasche Sigle fand in der Europäischen Genossenschaft (SCE) die geeignete Rechtsform für das Projekt und erstellte einen Satzungsentwurf auf Grundlage der Voraussetzungen, die das Zentrum künftig erfüllen sollte.

Pressekonferenz_Brüssel_30.06.2015 (European Parliament)

Vorstellung des Projektes bei Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, in Brüssel (v.l.n.r.): Dr. Lutz Mükke (Projektkoordinator ECPMF), Hans-Ulrich Jörges (Gruner+Jahr), Maria Laura Franciosi (Ossigeno per l’Informazione), Martin Schulz (Europaparlament), Luisa Chiodi (Osservatorio Balcani e Caucaso), Dr. Harald Langenfeld (Medienstiftung der Sparkasse Leipzig), Margo Smit (VVOJ), Ides Debruyne (Journalismfund.eu), Stephan Seeger (Medienstiftung der Sparkasse Leipzig). Foto: EU-Parlament

Mit dem Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (kurz: ECPMF) sollen die Streiter für Presse- und Medienfreiheit in Europa eine starke Stimme bekommen. Kernziel des Zentrums ist es, europäische Medienfreiheitsinitiativen und -akteure unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen und ihre Aktivitäten zu koordinieren. Das ECPMF dokumentiert mithilfe seiner Mitglieder aus ganz Europa und der Mitarbeiter am Standort Leipzig europaweit Verletzungen der Pressefreiheit und die Verfolgung von Journalisten und informiert sowohl Öffentlichkeit als auch Politik über aktuelle und aufkommende Missstände.

Um das Projekt als europäische Initiative zu etablieren, war die Unterstützung seitens der Europäischen Union von herausragender Bedeutung. Hans-Ulrich Jörges, Christoph Keese (Senior Vice President Investor Relations and Public Affairs der Axel Springer SE) und Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung, fanden im Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, einen herausragenden Fürsprecher. Aus Gesprächen mit weiteren EU-Parlamentariern, stellvertretend seien hier EU-Vizeparlamentspräsident Alexander Graf Lambsdorff und Elmar Brok (Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlamentes) genannt, entwickelte sich eine parteiübergreifende Unterstützung im Europäischen Parlament, welches schließlich im Rahmen der Haushaltsberatungen die für das Zentrum notwendigen Mittel in Höhe von einer Million Euro bereitstellte.

Unter der Voraussetzung einer Förderung durch die EU erklärten sich der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig ebenfalls zu einer finanziellen Förderung des künftigen Zentrums bereit. Mit der Zusage der Medienstiftung für eine finanzielle Förderung war die Grundlage geschaffen, die detaillierte Projektplanung als Voraussetzung für die Antragsstellung bei der EU-Kommission anzugehen und europaweit um Unterstützung bei journalistischen Organisationen, Institutionen und Hochschulen, die sich mit dem Thema Pressefreiheit befassen, zu werben. Hierzu bedurfte es fachkundiger Verstärkung des Stiftungsteams.
Bei der Suche nach einem geeigneten Projektmanager fiel die Wahl auf Dr. Lutz Mükke, welcher der Stiftung als ihr erster Promotionsstipendiat bereits bekannt war. Mit Erfolg machte sich Dr. Mükke an die europaweite Akquise von Projektpartnern. Parallel zur Akquise stand der detaillierte Konzeptentwurf im Zentrum der Arbeit. Neben den bereits erwähnten Förderern Freistaat Sachsen, Stadt Leipzig und Medienstiftung, sagte auch das Auswärtige Amt seine Unterstützung für das Projekt zu. Im Oktober 2013 konnte der Antrag fristgerecht an die EU-Kommission gesendet werden.

Zur Enttäuschung aller Beteiligter, vor allem auch der EU-Parlamentarier, erhielt der Leipziger Antrag 2013 keinen Zuschlag durch die ausschreibende EU-Kommission. Statt eines einzelnen Zentrums wurden verschiedene Projekte und Projektträger gefördert. Nichtdestotrotz entschied der Stiftungsrat der Medienstiftung auf Vorschlag des Stiftungsvorstandes 2014, nachdrücklich von Parlamentspräsident Schulz und den unterstützenden Parlamentariern animiert, am Vorhaben festzuhalten und eine zweite Bewerbung zu wagen. Das Projekt wurde erneut ausgeschrieben, das Konzept noch einmal überarbeitet und als neuer Antrag bei der Kommission eingereicht.

Im März 2015 kam schließlich die Nachricht von der EU-Kommission aus Brüssel, dass die Medienstiftung als Konsortialführer gemeinsam mit Partnern aus drei weiteren europäischen Staaten (Journalismfund.eu, Belgien; Institut für Europäisches Medienrecht, Deutschland; Ossigeno per l’Informazione und Osservatorio Balcani e Caucaso, beide Italien und die South East Europe Media Organisation (SEEMO), Österreich) den Zuschlag für das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (engl. European Centre for Press and Media Freedom) erhält.

Am 24. Juni 2015 fand in Leipzig die Gründungsversammlung der Europäischen Genossenschaft (SCE) mit der Wahl von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Vertreter von über 20 europäischen Journalistenorganisationen, Medienunternehmen und -gewerkschaften sowie Medienwissenschaftler und -anwälte aus zahlreichen europäischen Ländern gehören zu den Gründungsmitgliedern. Die Organisationsform als Europäische Genossenschaft erlaubt Rechtsgültigkeit des Zentrums in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie größtmögliche Unabhängigkeit gegenüber staatlichen Institutionen und zugleich direkte Teilhabe der mitwirkenden Organisationen und Initiativen an der Arbeit des Zentrums. Diese Teilhabe drückt sich unter anderem in den Gremien des ECPMF aus: Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat gehören zahlreiche Vertreter wichtiger europäischer Pressefreiheitsinitiativen an. Die Arbeit des Zentrums wird am Standort Leipzig auf dem Mediencampus Villa Ida, dem Sitz der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, koordiniert.

Es entspricht der Förderphilosophie der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, dass das von ihr als Projektträgerin und Antragstellerin maßgeblich entwickelte und finanziell geförderte Projekt mit der Eintragung der gegründeten Genossenschaft in das Genossenschaftsregister und der damit einhergehenden vollen Rechtsfähigkeit in die eigenverantwortliche Unabhängigkeit übergeht. Die Stiftung wird das ECPMF auch in Zukunft im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach Kräften unterstützen. Die Stiftung dankt der Kanzlei CMS Hasche Sigle, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Hartwig Künckeler sowie dem deutschen Genossenschaftsverband in Frankfurt am Main für ihre kompetente und entgegenkommende Unterstützung.

Stephan Seeger
Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig
Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig

Weitere Informationen: www.ecpmf.eu und twitter.com/ECPMF

Mitglieder des ECPMF

  • Galina Arapova, Direktorin des Mass Media Defence Centre (MMDC), Russland
  • Mogens Blicher Bjerregaard, Präsident der European Federation of Journalists (EFJ)
  • Federica Delogu, Journalistin beim Ossigeno per l’informazione, Italien
  • Vesselin Dimitrov, stellvertretender Chefredakteur bei Forbes Bulgarien
  • Jodie Ginsberg, Chief Executive des Index on Censorship, Großbritannien
  • Nadine Gogu, Geschäftsführerin des Independent Journalism Center, Republik Moldau
  • Esad Hećimović, Investigativreporter und Redakteur bei OBN TV Sarajevo, Bosnien-Herzegowina
  • Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN sowie Chefredakteur Special Affairs bei Gruner+Jahr, Deutschland
  • Henrik Kaufholz, Mitbegründer und Manager von SCOOP, Dänemark
  • Christoph Keese, Senior Vice President der Axel Springer SE, Deutschland
  • Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig und der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Deutschland
  • Gavin MacFadyen, Direktor des Centre for Investigative Journalism, University of London, Großbritannien
  • Răzvan Martin, Koordinator des FreeEx Program bei ActiveWatch, Rumänien
  • Anthony McNicholas, Senior lecturer an der Faculty of Arts, Design and Media, University of Westminster, Großbritannien
  • Kerstin Mey, Dekanin der Faculty of Arts, Design and Media, University of Westminster, Großbritannien
  • Dr. Helga Montag, Mitglied des Vorstandes von Journalisten helfen Journalisten e. V., Deutschland
  • Dr. Lutz Mükke, Hauptgeschäftsführer des ECPMF
  • Balázs Nagy Navarro, freier Journalist, Ungarn
  • Peter Noorlander, Geschäftsführer der Media Legal Defence Initiative (MLDI)
  • Prof. Dr. Stephan Ory, Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR), Deutschland
  • Dr. Georgios Pleios, Professor und Leiter der Abteilung Communication and Media Studies an der National and Kapodistrian University Athen, Griechenland
  • Vladimir Radomirovic, Chefredakteur von Pištaljka, Serbien
  • Renate Schröder, Direktorin der European Federation of Journalists
  • Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Deutschland
  • Naser Selmani, Direktor der Association of Journalists of Macedonia, Mazedonien
  • Ljiljana Smajlović, Präsidentin der Journalists’ Association of Serbia, Serbien
  • Trine Smistrup, Projektmanagerin, Journalismfund, Belgien
  • Margo Smit, freie Investigativjournalistin, Ombudsfrau beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk NOS, Niederlande (vormals Direktorin der Dutch-Flemish Association of Investigative Journalists (VVOJ))
  • Martin Stoll, Präsident von Öffentlichkeitsgesetz.ch, Schweiz
  • Dr. Dirk Voorhoof, Professor für International Media Law, Gent University, Belgien
  • Oliver Vujovic, Generalsekretär von SEEMO, Österreich
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Kontakt

Medienstiftung der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig

Menckestraße 27
D-04155 Leipzig

Tel.: +49 341 – 5629 661
Fax: +49 341 – 5629 663
info(at)leipziger-medienstiftung.de

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Mediencampus

Das von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig errichtete Gebäude im Stadtteil Gohlis bildet mit der historischen Villa Ida, dem eigentlichen Stiftungssitz, ein interessantes Ensemble, das Altes mit Neuem verbindet.

Der “Mediencampus Villa Ida” ist Sitz der “Leipzig School of Media” (LSoM), einer Tochtergesellschaft der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig. Die LSoM ist das Kompetenzzentrum für akademisch fundierte Weiterbildung im Bereich Crossmedia. In Masterstudiengängen sowie Kursen und Schulungen bildet sie auf einem exzellenten wissenschaftlichen Niveau berufstätige Arbeitnehmer und Medienschaffende aus Agenturen, Redaktionen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen berufsbegleitend weiter. Die Angebote werden in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) organisiert und betreut. www.leipzigschoolofmedia.de

Darüber hinaus steht der “Mediencampus Villa Ida” als moderner und exklusiver Veranstaltungsort für Workshops, Seminare, Tagungen und Empfänge für bis zu 240 Personen zur Verfügung. Der “Mediencampus Villa Ida” ist nach dem Baukastenprinzip konzipiert worden. Die beiden Veranstaltungssäle im Erdgeschoss und zwei der drei Seminarräume im ersten Obergeschoss sind durch mobile Wände getrennt, die sich bei Bedarf schnell entfernen lassen. Für Ihre Veranstaltungen können wir so die optimalen Voraussetzungen schaffen, egal ob konzentrierte Seminaratmosphäre, repräsentatives Plenum oder Festveranstaltung.

Unsere Räume sind mit modernster Präsentationstechnik ausgestattet. Die organisatorische und technische Betreuung Ihrer Veranstaltung wird durch unser kompetentes Team gewährleistet. Für die Übernachtung vor Ort stehen den Dozenten, Referenten, Studenten und Ihren Gästen vier Appartements zur Verfügung.

Das Hotel Michaelis Leipzig betreibt unser “Restaurant Campus” und ist zudem Exklusivpartner für das Catering aller Veranstaltungen. Ob Konferenz, Seminar oder Empfang – das Team des Hotel Michaelis Leipzig unterbreitet Ihnen gern ein entsprechendes Angebot.

Mediencampus Villa Ida
Hotel Michaelis

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