Pressemitteilung 10.05.2016: Zentrum für Pressefreiheit: “Die Stärke liegt im gesamteuropäischen Netzwerk”

Pressemitteilung anlässlich des Deutschen StiftungsTages in Leipzig und des Medientreffpunkt Mitteldeutschland

Das 2015 gegründete “Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit” erhält weitere Förderung durch EU-Kommission

Leipzig, der 10. Mai 2016. Im Mai dieses Jahres begeht das von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig maßgeblich initiierte und entwickelte Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) sein einjähriges Bestehen. Mit dem ECPMF hat die Presse- und Medienfreiheit in Europa eine starke Stimme aus Leipzig bekommen. Kernziel des Zentrums ist es, europäische Medienfreiheitsinitiativen und -akteure miteinander zu vernetzen, Unterstützung bei der Koordinierung der Aktivitäten zu leisten und damit die Pressefreiheit in Europa gemeinsam zu stärken. “Die Stärke des Zentrums liegt im gesamteuropäischen Netzwerk und in der Kooperation mit hochqualifizierten Partnern”, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung und Mitglied des ECPMF-Vorstandes. Mehr dazu …

10.05.2016


Universität Leipzig und LSoM beglückwünschen bei gemeinsamer Feier mehr als 50 Absolventen

Über 50 Absolventen haben am Freitagabend im Mediencampus Villa Ida ihren Studienabschluss gefeiert. Rund 100 weitere Gäste kamen zu der gemeinsamen Veranstaltung des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig (IfKMW) und der Leipzig School of Media (LSoM), die nun bereits zum sechsten Mal gemeinsam ihre Absolventen verabschiedeten.

In seiner Festrede ermutigte Boris Lochthofen, selbst Absolvent des IfKMW und heute Direktor des MDR-Landesfunkhauses in Thüringen, die Absolventen, sich auch nach dem Studienabschluss immer wieder neuen Themen zuzuwenden und beruflich flexibel zu bleiben. “Ich rate Euch, bleibt hungrig und begreift auch Aufgaben, die Euch erstmal nicht sehr ansprechen, als Chance”, appellierte er an die neuen Alumni. Lochthofen, der beim Mitteldeutschen Rundfunk erst seit Anfang des Jahres im Amt ist, nahm dabei Bezug auf seine eigene wechselvolle Karriere. So habe er ursprünglich stets schreibender Journalist werden wollen, habe dann aber doch “alles in Medien und Kommunikation gemacht, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.” Ehe Lochthofen MDR-Direktor wurde, arbeitete er unter anderem auf mehreren verantwortlichen Positionen für das deutschlandweit tätige Radiounternehmen Regiocast in Leipzig. Mehr dazu …

19.04.2016


Pressemitteilung 24.02.2016: Journalismus mit “lebendiger Gesinnung”

Axel-Eggebrecht-Preis 2016 geht an die Radiofeature-Autorin Margot Overath

Leipzig, der 24. Februar 2016. Der mit 10.000 Euro dotierte Axel-Eggebrecht-Preis der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig wird im Jahr 2016 an die Feature-Autorin Margot Overath verliehen. Der Preis wird im Rahmen des Sommerfestes der Medienstiftung am 30. August 2016 in Leipzig überreicht.

“Wir gratulieren Margot Overath herzlich zum Gewinn des Axel-Eggebrecht-Preises und danken dem Juryvorsitzenden Richard Goll sowie den Juroren Linde Rotta, Ulrike Toma, Aldo Gardini sowie Jens Jarisch für ihre hervorragende Entscheidung. Sie haben aus einem starken Wettbewerbsfeld mit zehn Kandidaten, vorgeschlagen von Programmverantwortlichen beinahe aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland und Österreich, eine herausragende Wahl getroffen”, so Stephan Seeger, Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig, zur Entscheidung der Jury. Mehr dazu …

24.02.2016


Pressemitteilung 17.02.2016: Erich Loest zum 90. Geburtstag – Andenken an wirkmächtigen Literaten

Medienstiftung der Sparkasse Leipzig lobt den “Erich-Loest-Preis” aus

Leipzig, der 17. Februar 2016. Am 24.2.2016 wäre Erich Loest 90 Jahre alt geworden. Für die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig Anlass, den

Erich-Loest-Preis

auszuloben. Der Preis wird erstmals am 24. Februar 2017 und dann alle zwei Jahre vergeben; er ist mit 10.000 Euro dotiert.

Stephan Seeger, geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung: “Stiftungsvorstand und Stiftungsrat ehren mit dieser Entscheidung einen wirkmächtigen Literaten, gesellschaftspolitisch denkenden Kopf, stetigen Mahner, wenn die Untiefen deutscher und deutsch-deutscher Geschichte in Vergessenheit zu drohen gerieten, und bekennenden Leipziger, dem die Geschicke seiner Stadt eine Herzensangelegenheit waren.” Mehr dazu …

17.02.2016


Von Brand Storytelling bis Videoproduktion – Leipzig School of Media präsentiert neues Kursprogramm

Die Leipzig School of Media (LSoM) hat ihr Kurs- und Seminarprogramm für 2016 veröffentlicht. Journalisten, Marketing-Verantwortliche und andere Medienschaffende können an der LSoM im kommenden Jahr zwischen mehr als drei Dutzend Veranstaltungen wählen. Das Themenspektrum reicht von Brand Storytellng über Content-Marketing und Social-Media-Management bis hin zu Audio- und Videoproduktion. Mehr dazu …

09.12.2015


Stiftung

Wer die Entwicklung freier Medien fördern und unterstützen will, muss mehr als nur ökonomische und arbeitsmarktpolitische Aspekte im Blick haben. Bedeutung und Attraktivität entfaltet ein Medienstandort vor allem dann, wenn er für ein Klima steht, in dem die große Verantwortung der Medien für eine freie Gesellschaft als Verpflichtung und Herausforderung zugleich begriffen wird.

Die Sparkasse Leipzig möchte dazu einen Beitrag leisten und beschloss im Frühjahr 1999 die Gründung einer Medienstiftung. Die Stiftung wurde im Rahmen des Festaktes zum 175-jährigen Jubiläum der Sparkasse am 4. Mai 2001 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Förderung der Aus- und Fortbildung junger Menschen im Bereich der Medien. Dazu gehören die Vergabe von Leistungsstipendien, zum Beispiel im Rahmen des Leipziger Medienpreises, gezielte Projektförderungen und die Organisation von Veranstaltungen zur politischen Bildung, etwa zum Gedenken an die Friedliche Revolution 1989 in Leipzig.

Finanziert werden die Stiftungsprojekte aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sowie durch Zuwendungen und Spenden Dritter.

Alljährlich schreibt die Stiftung ihren “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” aus. Sie vergibt außerdem den “Axel-Eggebrecht-Preis”, den “Günter-Eich-Preis” und die “Goldene Taube” (die frühere “Talent-Taube”).

Nikolaisäule (Andreas Lamm)

Skulptur “Nikolaisäule” als Symbol des “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” (Foto: Andreas Lamm)

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Lehre und Forschung

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig engagiert sich insbesondere bei der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Medien. Hierzu hat sie in enger Kooperation mit den ortsansässigen Hochschulen Institute gegründet, Initiativen und Projekte ins Leben gerufen und die für ihre Aktivitäten notwendige Infrastruktur geschaffen. Schwerpunkte ihres Engagements sind:

  • die “Leipzig School of Media gGmbH” (LSoM) mit ihren berufsbegleitenden akademischen Master-Studiengängen und Seminar-Programmen,
  • das ” Europäische Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung e. V.” (EIJK) mit europaweit vergebenen Stipendien,
  • Sonderveranstaltungen für Radio-Feature and Radio-Hörspiel

Entdecken Sie diese Bereiche durch den Besuch der weiterführenden Seiten und erfahren Sie mehr über das Förderspektrum der Medienstiftung.

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Presse

Pressemitteilung 10.05.2016: Zentrum für Pressefreiheit: “Die Stärke liegt im gesamteuropäischen Netzwerk”

Das 2015 gegründete “Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit” erhält weitere Förderung durch EU-Kommission

Leipzig, der 10. Mai 2016. Im Mai dieses Jahres begeht das von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig maßgeblich initiierte und entwickelte Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) sein einjähriges Bestehen. Mit dem ECPMF hat die Presse- und Medienfreiheit in Europa eine starke Stimme aus Leipzig bekommen. Kernziel des Zentrums ist es, europäische Medienfreiheitsinitiativen und -akteure miteinander zu vernetzen, Unterstützung bei der Koordinierung der Aktivitäten zu leisten und damit die Pressefreiheit in Europa gemeinsam zu stärken. “Die Stärke des Zentrums liegt im gesamteuropäischen Netzwerk und in der Kooperation mit hochqualifizierten Partnern”, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung und Mitglied des ECPMF-Vorstandes.

Das ECPMF hat seit seiner Gründung im vergangenen Jahr zahlreiche Projekte initiiert und verwirklicht. “Das Zentrum hat sich durch seine erfolgreiche Arbeit inzwischen etabliert”, schätzt Jane Whyatt, Projektmanagerin des ECPMF, ein. “Neben vielen weiteren Aktivitäten haben wir zum Beispiel mehrere Untersuchungen zur Situation der Pressefreiheit vor Ort in Ungarn, Deutschland und Polen durchgeführt. Und wir belassen es nicht bei Beobachtungen: Im April haben wir uns mit einer europaweiten Briefaktion über die jeweiligen Botschaften direkt an die ungarische Regierung gewandt. Und die Entwicklungen in Polen werden wir in den kommenden Wochen mit Experten in Wroclaw und Paris besprechen.” ECPMF-Mitarbeiter und Stiftungs-Stipendiat Martin Hoffmann wurde im Zuge seiner Untersuchung zur “Lügenpresse-Bewegung” in Deutschland und den daraus folgenden Angriffen auf Journalisten als Experte zu Fachgesprächen sowohl des Kultur- und Medienausschusses des Deutschen Bundestages als auch des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger geladen.

Im ersten Projektjahr konnte das ECPMF zudem das sogenannte “Resource Centre” etablieren, eine ständig wachsende Online-Datenbank, die Inhalte zu Themen der Medienfreiheit bündelt, systematisiert und zukünftig eine Anlaufstelle für alle sein soll, die sich gezielt über Pressefreiheit in Europa informieren wollen (Das ‘Resource Centre’ finden Sie hier).

Besondere Aufmerksamkeit genießt im ECPMF der Einsatz für bedrohte Journalisten: “Unser ‘Journalists in Residence’-Programm, mit dem wir Medienschaffenden in Gefahr Zuflucht gewähren, ist inzwischen gestartet”, so Jane Whyatt. Darüber hinaus reisten Vertreter des ECPMF in die Türkei, um dort bedrohte Journalisten und Partner zu unterstützen. Zum “Welttag der Pressefreiheit” präsentierten Mitarbeiterinnen außerdem das Zentrum bei der UNESCO-Weltkonferenz in Helsinki. Das erfolgreiche Wirken des ECPMF im ersten Jahr des Bestehens führte Anfang 2016 zur Entscheidung der EU-Kommission das Zentrum weiter zu fördern.

Langer Anlauf zum Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit
Die Anfänge des ECPMF reichen bis in das Jahr 2010 zurück. Auf dem Leipziger Medienkongress, den die Medienstiftung aus Anlass der zehnten Verleihung ihres “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” im Oktober 2010 veranstaltete, brachte Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN und Chefredakteur Sonderaufgaben Gruner + Jahr, die Idee eines Europäischen Zentrums für Pressefreiheit in Leipzig erstmals öffentlich ins Spiel. Seine Idee wurde umgehend von der Medienstiftung aufgegriffen: “Leipzig als Keimzelle der Friedlichen Revolution im Osten Deutschlands erschien als idealer Standort: Mit unserer Stiftung gab es bereits eine Organisation, die sich seit Jahren für die Presse- und Medienfreiheit einsetzt”, so Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung.

In 2011 begann die Erarbeitung eines Grobkonzeptes als Grundlage für die Suche nach Unterstützern für das Projekt. Es galt u. a. eine Rechtsform zu finden, die dem Zentrum ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit garantiert. Die Kanzlei CMS Hasche Sigle, die das Projekt bis zur Gründung pro bono begleitete, fand in der Europäischen Genossenschaft (SCE) die geeignete Rechtsform. “Sobald alle Voraussetzungen zur Eintragung der Genossenschaft in das Genossenschaftsregister vorliegen, geht die Rechtsträgerschaft von der Medienstiftung der Sparkasse auf die Genossenschaft über”, erklärt Stephan Seeger.

Unterstützung von vielen Seiten
Um das Projekt als europäische Initiative zu etablieren, war die Unterstützung seitens der Europäischen Union von herausragender Bedeutung. Hans-Ulrich Jörges, Christoph Keese (Senior Vice President Investor Relations and Public Affairs der Axel Springer SE) und Stephan Seeger für die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig fanden im Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, sowie weiteren Mitgliedern des Europäischen Parlaments wie EU-Vizeparlamentspräsident Alexander Graf Lambsdorff und Elmar Brok (Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlamentes) wesentliche Unterstützer.

Unter der Voraussetzung einer Förderung durch die EU erklärten sich der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig ebenfalls zu einer finanziellen Förderung des künftigen Zentrums bereit. Mit der Zusage der Medienstiftung für eine finanzielle Förderung war die Grundlage geschaffen, die detaillierte Projektplanung als Voraussetzung für die Antragsstellung bei der EU-Kommission zu beginnen und europaweit um Unterstützung zu werben. Neben den bereits erwähnten Förderern sagte auch das Auswärtige Amt seine Unterstützung für das Projekt zu.

Förderzusage der EU-Kommission
Im März 2015 erfolgte die Zusage der EU-Kommission aus Brüssel, dass die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig als Konsortialführer gemeinsam mit Partnern aus drei weiteren europäischen Staaten (Journalismfund.eu, Belgien; Institut für Europäisches Medienrecht, Deutschland; Ossigeno per l’Informazione und Osservatorio Balcani e Caucaso, beide Italien und die South East Europe Media Organisation (SEEMO), Österreich) den Zuschlag für das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (engl. European Centre for Press and Media Freedom – ECPMF) erhält. Henrik Kaufholz, Vorstandsvorsitzender des ECPMF, Journalist der dänischen Tageszeitung Politiken und Mitbegründer des Investigativnetzwerks SCOOP, erklärt zur Gründung des Zentrums: “Die Arbeit an unserem Projekt hat gezeigt, dass es einen wirklichen Bedarf für unsere Idee gibt: die Vereinigung von Akteuren der Medienfreiheit aus ganz Europa.”

Die Gründung wurde am 24. Juni 2015 in Leipzig vollzogen. Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat gehören Vertreter von über 20 europäischen Medienhäusern, Journalistenorganisationen und Universitäten an. Die Arbeit des Zentrums wird am Standort Leipzig auf dem Mediencampus Villa Ida, dem Sitz der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, koordiniert.

Zur Stiftungsarbeit
Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig fühlt sich der Erinnerung an die Friedliche Revolution 1989 verpflichtet. Das Recht auf freie Meinungsäußerung war zentrale Forderung der Bürgerrechtler und der Demonstranten auf den Leipziger Montagsdemonstrationen. In Erinnerung an den Herbst 1989 vergibt die Stiftung in jedem Jahr ihren „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien”. Zu den Preisträgern zählen Seymour Hersh, Anna Politkowskaja, The Guardian u.v.a.m. (Informationen zu allen Preisträgern finden Sie hier) Neben weiteren Preisvergaben unterstützt die Medienstiftung junge Medienschaffende durch die Vergabe von Promotionsstipendien oder berufsbegleitende Masterstudiengänge an ihrer Tochtergesellschaft Leipzig School of Media (LSoM). Die Stiftungen der Sparkasse Leipzig, zu der neben der Medienstiftung auch die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land sowie die Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz gehören, haben ebenso wie ECPMF und LSoM ihren Sitz auf dem stiftungseigenen Mediencampus Villa Ida im Leipziger Stadtteil Gohlis.

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Seiten:
https://ecpmf.eu/
http://www.mediencampus-villa-ida.de/ http://www.leipzigschoolofmedia.de/
http://www.kultur-und-umweltstiftung.de/
http://www.stiftung-torgau-oschatz.de/

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Günter-Eich-Preis

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig fühlt sich der Förderung des deutschsprachigen Hörspiels verpflichtet und möchte mit dem von ihr gestifteten “Günter-Eich-Preis” das Lebenswerk von Autorinnen und Autoren würdigen, die mit ihren Radio-Arbeiten das Repertoire der Gattung Hörspiel vielgesichtig und stetig erweitert haben.

Das Hörspiel hat Günter Eich (1. Februar 1907 – 20. Dezember 1972) mehr zu verdanken als jedem anderen Autor. Mit seinen Stücken hört die Literatur auf, sich nur mitnehmen zu lassen ins Medium des Rundfunks, eine neue Verwertungsmöglichkeit. Jetzt findet sie mit dem Radio und für das Radio (aber auch, indem sie sich ihm widersetzt) ihre ureigene poetische Form.

In schlichter, oft lapidarer Prosa hat Eich eine künstlerische Sprache geschaffen, die es den aus dem Lautsprecher dringenden Stimmen, die es Szene und Figur im Sog einer sich entfaltenden Geschichte gelingen lässt, Wirklichkeit anders als je zu imaginieren. Die ins Geschehen verstrickte Phantasie des Hörers spannt die Handgreiflichkeit erzählter Abenteuer zusammen mit metaphorischer Transparenz. Wenn sich ein Genre auch über seine Meisterwerke definiert, so sind Eichs Stücke – als Prototypen formaler Möglichkeiten wie als Exempel der wirkungsspezifischen Essenz – bis heute maßgeblich geblieben.

Wenige, aber wichtige Jahre hat Günter Eich von 1922 an in Leipzig verbracht. Hier hat er die Nicolai-Schule besucht, das Abitur gemacht und eine zeitlang studiert. Hier hat er angefangen, zu schreiben, und, mit den ersten Kontakten zur Sendeanstalt, den Weg zum Hörspiel eingeschlagen.

Preisträger seit 2007:

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Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit

Es war auf dem Leipziger Medienkongress, den die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig aus Anlass des zehnjährigen Jahrestages ihres “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” im Oktober 2010 veranstaltete, als Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN und Chefredakteur Sonderaufgaben Gruner + Jahr, die Idee eines Europäischen Zentrums für Pressefreiheit in Leipzig erstmals öffentlich ins Spiel brachte. Jörges hatte bereits 2009 die “Europäische Charta für Pressefreiheit” ins Leben gerufen, die von 48 Chefredakteuren und leitenden Journalisten aus 19 Staaten unterzeichnet wurde. Nun sollte ein Zentrum für Pressefreiheit als Umsetzungsinstrument für die Charta folgen.

Leipzig als Keimzelle der Friedlichen Revolution im Osten Deutschlands – hier demonstrierten im Herbst 1989 zehntausende DDR-Bürger gegen die Staatsmacht und forderten unter anderem die Freiheit der Medien – erschien als idealer Standort: mit der Medienstiftung gab es bereits eine Organisation, die sich seit Jahren für die Presse- und Medienfreiheit einsetzt. Die Stiftung knüpft insbesondere mit ihrem seit 2001 vergebenen “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” an den Leipziger Geist des Herbstes 1989 an.

Unmittelbar nach dem Kongress 2010 begann die Erarbeitung eines Grobkonzeptes als Grundlage für die Suche nach Unterstützern für das Projekt. Es galt u. a. eine Rechtsform zu finden, die dem Zentrum ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit garantiert. Mit der Kanzlei CMS Hasche Sigle konnte der Stiftungsvorstand einen auch im EU-Recht überaus versierten Partner gewinnen, der bereit war, das Projekt bis zu seiner offiziellen Gründung pro bono zu begleiten. Die Kanzlei CMS Hasche Sigle fand in der Europäischen Genossenschaft (SCE) die geeignete Rechtsform für das Projekt und erstellte einen Satzungsentwurf auf Grundlage der Voraussetzungen, die das Zentrum künftig erfüllen sollte.

Pressekonferenz_Brüssel_30.06.2015 (European Parliament)

Vorstellung des Projektes bei Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, in Brüssel (v.l.n.r.): Dr. Lutz Mükke (Projektkoordinator ECPMF), Hans-Ulrich Jörges (Gruner+Jahr), Maria Laura Franciosi (Ossigeno per l’Informazione), Martin Schulz (Europaparlament), Luisa Chiodi (Osservatorio Balcani e Caucaso), Dr. Harald Langenfeld (Medienstiftung der Sparkasse Leipzig), Margo Smit (VVOJ), Ides Debruyne (Journalismfund.eu), Stephan Seeger (Medienstiftung der Sparkasse Leipzig). Foto: EU-Parlament

Mit dem Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (kurz: ECPMF) sollen die Streiter für Presse- und Medienfreiheit in Europa eine starke Stimme bekommen. Kernziel des Zentrums ist es, europäische Medienfreiheitsinitiativen und -akteure unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen und ihre Aktivitäten zu koordinieren. Das ECPMF dokumentiert mithilfe seiner Mitglieder aus ganz Europa und der Mitarbeiter am Standort Leipzig europaweit Verletzungen der Pressefreiheit und die Verfolgung von Journalisten und informiert sowohl Öffentlichkeit als auch Politik über aktuelle und aufkommende Missstände.

Um das Projekt als europäische Initiative zu etablieren, war die Unterstützung seitens der Europäischen Union von herausragender Bedeutung. Hans-Ulrich Jörges, Christoph Keese (Senior Vice President Investor Relations and Public Affairs der Axel Springer SE) und Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung, fanden im Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, einen herausragenden Fürsprecher. Aus Gesprächen mit weiteren EU-Parlamentariern, stellvertretend seien hier EU-Vizeparlamentspräsident Alexander Graf Lambsdorff und Elmar Brok (Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlamentes) genannt, entwickelte sich eine parteiübergreifende Unterstützung im Europäischen Parlament, welches schließlich im Rahmen der Haushaltsberatungen die für das Zentrum notwendigen Mittel in Höhe von einer Million Euro bereitstellte.

Unter der Voraussetzung einer Förderung durch die EU erklärten sich der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig ebenfalls zu einer finanziellen Förderung des künftigen Zentrums bereit. Mit der Zusage der Medienstiftung für eine finanzielle Förderung war die Grundlage geschaffen, die detaillierte Projektplanung als Voraussetzung für die Antragsstellung bei der EU-Kommission anzugehen und europaweit um Unterstützung bei journalistischen Organisationen, Institutionen und Hochschulen, die sich mit dem Thema Pressefreiheit befassen, zu werben. Hierzu bedurfte es fachkundiger Verstärkung des Stiftungsteams.
Bei der Suche nach einem geeigneten Projektmanager fiel die Wahl auf Dr. Lutz Mükke, welcher der Stiftung als ihr erster Promotionsstipendiat bereits bekannt war. Mit Erfolg machte sich Dr. Mükke an die europaweite Akquise von Projektpartnern. Parallel zur Akquise stand der detaillierte Konzeptentwurf im Zentrum der Arbeit. Neben den bereits erwähnten Förderern Freistaat Sachsen, Stadt Leipzig und Medienstiftung, sagte auch das Auswärtige Amt seine Unterstützung für das Projekt zu. Im Oktober 2013 konnte der Antrag fristgerecht an die EU-Kommission gesendet werden.

Zur Enttäuschung aller Beteiligter, vor allem auch der EU-Parlamentarier, erhielt der Leipziger Antrag 2013 keinen Zuschlag durch die ausschreibende EU-Kommission. Statt eines einzelnen Zentrums wurden verschiedene Projekte und Projektträger gefördert. Nichtdestotrotz entschied der Stiftungsrat der Medienstiftung auf Vorschlag des Stiftungsvorstandes 2014, nachdrücklich von Parlamentspräsident Schulz und den unterstützenden Parlamentariern animiert, am Vorhaben festzuhalten und eine zweite Bewerbung zu wagen. Das Projekt wurde erneut ausgeschrieben, das Konzept noch einmal überarbeitet und als neuer Antrag bei der Kommission eingereicht.

Im März 2015 kam schließlich die Nachricht von der EU-Kommission aus Brüssel, dass die Medienstiftung als Konsortialführer gemeinsam mit Partnern aus drei weiteren europäischen Staaten (Journalismfund.eu, Belgien; Institut für Europäisches Medienrecht, Deutschland; Ossigeno per l’Informazione und Osservatorio Balcani e Caucaso, beide Italien und die South East Europe Media Organisation (SEEMO), Österreich) den Zuschlag für das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (engl. European Centre for Press and Media Freedom) erhält.

Am 24. Juni 2015 fand in Leipzig die Gründungsversammlung der Europäischen Genossenschaft (SCE) mit der Wahl von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Vertreter von über 20 europäischen Journalistenorganisationen, Medienunternehmen und -gewerkschaften sowie Medienwissenschaftler und -anwälte aus zahlreichen europäischen Ländern gehören zu den Gründungsmitgliedern. Die Organisationsform als Europäische Genossenschaft erlaubt Rechtsgültigkeit des Zentrums in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie größtmögliche Unabhängigkeit gegenüber staatlichen Institutionen und zugleich direkte Teilhabe der mitwirkenden Organisationen und Initiativen an der Arbeit des Zentrums. Diese Teilhabe drückt sich unter anderem in den Gremien des ECPMF aus: Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat gehören zahlreiche Vertreter wichtiger europäischer Pressefreiheitsinitiativen an. Die Arbeit des Zentrums wird am Standort Leipzig auf dem Mediencampus Villa Ida, dem Sitz der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, koordiniert.

Es entspricht der Förderphilosophie der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, dass das von ihr als Projektträgerin und Antragstellerin maßgeblich entwickelte und finanziell geförderte Projekt mit der Eintragung der gegründeten Genossenschaft in das Genossenschaftsregister und der damit einhergehenden vollen Rechtsfähigkeit in die eigenverantwortliche Unabhängigkeit übergeht. Die Stiftung wird das ECPMF auch in Zukunft im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach Kräften unterstützen. Die Stiftung dankt der Kanzlei CMS Hasche Sigle, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Hartwig Künckeler sowie dem deutschen Genossenschaftsverband in Frankfurt am Main für ihre kompetente und entgegenkommende Unterstützung.

Stephan Seeger
Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig
Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig

Weitere Informationen: www.ecpmf.eu und twitter.com/ECPMF

Mitglieder des ECPMF

  • Galina Arapova, Direktorin des Mass Media Defence Centre (MMDC), Russland
  • Mogens Blicher Bjerregaard, Präsident der European Federation of Journalists (EFJ)
  • Federica Delogu, Journalistin beim Ossigeno per l’informazione, Italien
  • Vesselin Dimitrov, stellvertretender Chefredakteur bei Forbes Bulgarien
  • Jodie Ginsberg, Chief Executive des Index on Censorship, Großbritannien
  • Nadine Gogu, Geschäftsführerin des Independent Journalism Center, Republik Moldau
  • Esad Hećimović, Investigativreporter und Redakteur bei OBN TV Sarajevo, Bosnien-Herzegowina
  • Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN sowie Chefredakteur Special Affairs bei Gruner+Jahr, Deutschland
  • Henrik Kaufholz, Mitbegründer und Manager von SCOOP, Dänemark
  • Christoph Keese, Senior Vice President der Axel Springer SE, Deutschland
  • Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig und der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Deutschland
  • Gavin MacFadyen, Direktor des Centre for Investigative Journalism, University of London, Großbritannien
  • Răzvan Martin, Koordinator des FreeEx Program bei ActiveWatch, Rumänien
  • Anthony McNicholas, Senior lecturer an der Faculty of Arts, Design and Media, University of Westminster, Großbritannien
  • Kerstin Mey, Dekanin der Faculty of Arts, Design and Media, University of Westminster, Großbritannien
  • Dr. Helga Montag, Mitglied des Vorstandes von Journalisten helfen Journalisten e. V., Deutschland
  • Dr. Lutz Mükke, Hauptgeschäftsführer des ECPMF
  • Balázs Nagy Navarro, freier Journalist, Ungarn
  • Peter Noorlander, Geschäftsführer der Media Legal Defence Initiative (MLDI)
  • Prof. Dr. Stephan Ory, Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR), Deutschland
  • Dr. Georgios Pleios, Professor und Leiter der Abteilung Communication and Media Studies an der National and Kapodistrian University Athen, Griechenland
  • Vladimir Radomirovic, Chefredakteur von Pištaljka, Serbien
  • Renate Schröder, Direktorin der European Federation of Journalists
  • Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Deutschland
  • Naser Selmani, Direktor der Association of Journalists of Macedonia, Mazedonien
  • Ljiljana Smajlović, Präsidentin der Journalists’ Association of Serbia, Serbien
  • Trine Smistrup, Projektmanagerin, Journalismfund, Belgien
  • Margo Smit, freie Investigativjournalistin, Ombudsfrau beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk NOS, Niederlande (vormals Direktorin der Dutch-Flemish Association of Investigative Journalists (VVOJ))
  • Martin Stoll, Präsident von Öffentlichkeitsgesetz.ch, Schweiz
  • Dr. Dirk Voorhoof, Professor für International Media Law, Gent University, Belgien
  • Oliver Vujovic, Generalsekretär von SEEMO, Österreich
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Kontakt

Medienstiftung der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig

Menckestraße 27
D-04155 Leipzig

Tel.: +49 341 – 5629 661
Fax: +49 341 – 5629 663
info(at)leipziger-medienstiftung.de

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Mediencampus

Das von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig errichtete Gebäude im Stadtteil Gohlis bildet mit der historischen Villa Ida, dem eigentlichen Stiftungssitz, ein interessantes Ensemble, das Altes mit Neuem verbindet.

Der “Mediencampus Villa Ida” ist Sitz der “Leipzig School of Media” (LSoM), einer Tochtergesellschaft der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig. Die LSoM ist das Kompetenzzentrum für akademisch fundierte Weiterbildung im Bereich Crossmedia. In Masterstudiengängen sowie Kursen und Schulungen bildet sie auf einem exzellenten wissenschaftlichen Niveau berufstätige Arbeitnehmer und Medienschaffende aus Agenturen, Redaktionen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen berufsbegleitend weiter. Die Angebote werden in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) organisiert und betreut. www.leipzigschoolofmedia.de

Darüber hinaus steht der “Mediencampus Villa Ida” als moderner und exklusiver Veranstaltungsort für Workshops, Seminare, Tagungen und Empfänge für bis zu 240 Personen zur Verfügung. Der “Mediencampus Villa Ida” ist nach dem Baukastenprinzip konzipiert worden. Die beiden Veranstaltungssäle im Erdgeschoss und zwei der drei Seminarräume im ersten Obergeschoss sind durch mobile Wände getrennt, die sich bei Bedarf schnell entfernen lassen. Für Ihre Veranstaltungen können wir so die optimalen Voraussetzungen schaffen, egal ob konzentrierte Seminaratmosphäre, repräsentatives Plenum oder Festveranstaltung.

Unsere Räume sind mit modernster Präsentationstechnik ausgestattet. Die organisatorische und technische Betreuung Ihrer Veranstaltung wird durch unser kompetentes Team gewährleistet. Für die Übernachtung vor Ort stehen den Dozenten, Referenten, Studenten und Ihren Gästen vier Appartements zur Verfügung.

Das Hotel Michaelis Leipzig betreibt unser “Restaurant Campus” und ist zudem Exklusivpartner für das Catering aller Veranstaltungen. Ob Konferenz, Seminar oder Empfang – das Team des Hotel Michaelis Leipzig unterbreitet Ihnen gern ein entsprechendes Angebot.

Mediencampus Villa Ida
Hotel Michaelis

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