Glückwünsche und Ermutigungen: Universität Leipzig und Leipzig School of Media verabschieden gemeinsam Absolventen

Rund 50 Absolventen der Leipzig School of Media (LSoM) und des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig (IfKMW) haben am Freitagabend auf dem Mediencampus Villa Ida gemeinsam ihren Studienabschluss gefeiert. Professoren, Dozenten und Verantwortliche der beiden Institutionen gratulierten den Bachelor- und Masterabsolventen, übereichten Geschenke und stellten die Studiengänge sowie einzelne Abschlussarbeiten vor. Mehr dazu …

10.05.2017


Verleihung des Erich-Loest-Preises 2017: Impressionen

v.l.n.r.: Laudator Andreas Platthaus (verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung), Preisträger Guntram Vesper, Dr. Harald Langenfeld (Vorstandsvorsitzender der Medienstiftung und der Sparkasse Leipzig) und Hartwig Hochstein (Juryvorsitzender und Mitglied des Stiftungsrats der Medienstiftung)

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27.02.2017


Pressemitteilung 24.02.2017: “Die Ambivalenz des Chronisten”

Guntram Vesper mit dem ersten Erich-Loest-Preis ausgezeichnet

Leipzig, der 24. Februar 2017. Mit dem Erich-Loest-Preis der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig wurde heute der Autor Guntram Vesper ausgezeichnet. Die Verleihung des erstmals vergebenen, mit 10.000 Euro dotierten Preises fand im Rahmen einer Festveranstaltung am Geburtstag des Namensgebers im Mediencampus Villa Ida statt.

“Die deutsche Teilung hat zwei ihrer größten Romanciers in Erich Loest und Guntram Vesper. Denn deren Bücher sind geprägt vom Leiden an dieser Teilung und dem Glück ihrer Überwindung”, würdigte Andreas Platthaus, verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der die Laudatio auf Guntram Vesper hielt. Das Werk des Preisträgers ähnele dem Werk des Namensgebers: “Die Zutageförderung dessen, was nach dem Wunsch vieler lieber im Untergrund hätte bleiben sollen, sehen beide Schriftsteller als ihre vornehmste Aufgabe.” Vor allem Vespers 2016 erschienenen Roman “Frohburg” beherrsche “die Ambivalenz des Chronisten der Heimat…ohne dass je Zweifel an der Treue zur Stadt bei Autor und Lesern entstehen könnte.” Mehr dazu …

24.02.2017


Pressemitteilung 31.01.2017: Erfahrene Journalistin und Führungspersönlichkeit mit Gestaltungskraft

Nathalie Wappler Hagen zur Stiftungsrätin der Leipziger Medienstiftung berufen

Leipzig, der 31. Januar 2017. Nathalie Wappler Hagen, Programmdirektorin des Mitteldeutschen Rundfunks am Standort Halle an der Saale, verstärkt ab sofort den Stiftungsrat der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig. “Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Medienstiftung, die mit ihrer inhaltlichen Arbeit, mit der von ihr unterstützten Forschungstätigkeit und mit ihren Ausbildungsangeboten eine große Bedeutung für den Medienstandort Leipzig und darüber hinaus erlangt hat. Qualität und Quantität dieses Leistungsspektrums zu erhalten, sehe ich als meine Aufgabe als Stiftungsrätin”, so Nathalie Wappler Hagen. “Mit großer Gestaltungskraft hat Nathalie Wappler Hagen ihre berufliche Erfahrung als Kultur- und Politikjournalistin in den vergangenen Jahren zunehmend in verantwortungsvolle Positionen beim Schweizer Fernsehen, beim deutschsprachigen Gemeinschaftssender 3sat sowie nunmehr als MDR-Programmdirektorin eingebracht. Sie verfügt über ein breites Branchenwissen und wird damit unsere Arbeit sehr bereichern”, freut sich Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung, auf die Zusammenarbeit. Mehr dazu …

31.01.2017


Pressemitteilung 24.01.2017: “Beobachter und Zeitzeuge seiner Generation”

Der erste Erich-Loest-Preis der Medienstiftung geht an Guntram Vesper

Leipzig, der 24. Januar 2017. Guntram Vesper ist der erste Preisträger des Erich-Loest-Preises, der von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig im Andenken an den 2013 verstorbenen Leipziger Schriftsteller Erich Loest ausgelobt wurde. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die Preisverleihung findet am 24. Februar, dem Geburtstag Loests, im Mediencampus Villa Ida der Medienstiftung statt. Die Laudatio hält Andreas Platthaus, verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Vesper, Guntram_1 (Bogenberger)

Guntram Vesper (Foto: Bogenberger)

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24.01.2017


Stiftung

Wer die Entwicklung freier Medien fördern und unterstützen will, muss mehr als nur ökonomische und arbeitsmarktpolitische Aspekte im Blick haben. Bedeutung und Attraktivität entfaltet ein Medienstandort vor allem dann, wenn er für ein Klima steht, in dem die große Verantwortung der Medien für eine freie Gesellschaft als Verpflichtung und Herausforderung zugleich begriffen wird.

Die Sparkasse Leipzig möchte dazu einen Beitrag leisten und beschloss im Frühjahr 1999 die Gründung einer Medienstiftung. Die Stiftung wurde im Rahmen des Festaktes zum 175-jährigen Jubiläum der Sparkasse am 4. Mai 2001 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Förderung der Aus- und Fortbildung junger Menschen im Bereich der Medien. Dazu gehören die Vergabe von Leistungsstipendien, zum Beispiel im Rahmen des Leipziger Medienpreises, gezielte Projektförderungen und die Organisation von Veranstaltungen zur politischen Bildung, etwa zum Gedenken an die Friedliche Revolution 1989 in Leipzig.

Finanziert werden die Stiftungsprojekte aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sowie durch Zuwendungen und Spenden Dritter.

Alljährlich schreibt die Stiftung ihren “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” aus. Sie vergibt außerdem den “Axel-Eggebrecht-Preis”, den “Günter-Eich-Preis” und die “Goldene Taube” (die frühere “Talent-Taube”).

Nikolaisäule (Andreas Lamm)

Skulptur “Nikolaisäule” als Symbol des “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” (Foto: Andreas Lamm)

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Lehre und Forschung

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig engagiert sich insbesondere bei der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Medien. Hierzu hat sie in enger Kooperation mit den ortsansässigen Hochschulen Institute gegründet, Initiativen und Projekte ins Leben gerufen und die für ihre Aktivitäten notwendige Infrastruktur geschaffen. Schwerpunkte ihres Engagements sind:

  • die “Leipzig School of Media gGmbH” (LSoM) mit ihren berufsbegleitenden akademischen Master-Studiengängen und Seminar-Programmen,
  • das ” Europäische Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung e. V.” (EIJK) mit europaweit vergebenen Stipendien,
  • Sonderveranstaltungen für Radio-Feature and Radio-Hörspiel

Entdecken Sie diese Bereiche durch den Besuch der weiterführenden Seiten und erfahren Sie mehr über das Förderspektrum der Medienstiftung.

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Presse

Rund 50 Absolventen der Leipzig School of Media (LSoM) und des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig (IfKMW) haben am Freitagabend auf dem Mediencampus Villa Ida gemeinsam ihren Studienabschluss gefeiert. Professoren, Dozenten und Verantwortliche der beiden Institutionen gratulierten den Bachelor- und Masterabsolventen, übereichten Geschenke und stellten die Studiengänge sowie einzelne Abschlussarbeiten vor.

In ihrer Festrede ermutigte die Journalistin und Digital-Beraterin Juliane Leopold die Absolventen, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen nun einzusetzen, um den digitalen Wandel in den Medienunternehmen voranzutreiben. Dabei gelte es, mit den rasanten Veränderungen Schritt zu halten und sich nicht an vermeintliche Gewissheiten zu klammern: “Das Wissen altert heute schneller als eine Banane am Cospudener See”, sagte die ehemalige Chefredakteurin von BuzzFeed Deutschland.

Anforderungen im Berufsfeld Medien und Kommunikation wandeln sich ständig

In keiner Branche wandelten sich Berufsbilder so rasant wie im Medienbereich, erklärte Leopold weiter. Journalismus, Marketing, Unternehmenskommunikation, Design und andere Gewerke beeinflussten sich gegenseitig so stark wie nie zuvor. Einerseits könne daher niemand sagen, wie die beruflichen Anforderungen in fünf Jahren oder zehn Jahren aussehen. Andererseits biete das Berufseinsteigern die Möglichkeit, ihre persönliche Zukunft selbst zu bestimmen: “Seien sie selbst die Schöpfer der Jobs, die sie machen wollen”, ermunterte Leopold die Absolventen.

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Die Absolventen des Masterstudiengangs New Media Journalism mit den Studiengangsverantwortlichen Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz (links) und Dr. Tobias Höhn (2. von rechts) sowie Dr. Frank Hänecke (rechts) als Vertreter des Studiengangspartners MAZ – Die Schweizer Journalistenschule. (Foto: LSoM)

Leopold studierte selbst Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Anschließend arbeitete sie bei der Neuen Zürcher Zeitung und bei Zeit Online, wo sie später für die gesamte Social-Media-Strategie verantwortlich war. Seit vergangenem Jahr berät sie die Radaktion von tagesschau.de in strategischen Fragen.

Journalistenausbildung in Leipzig stärken und reformieren

LSoM-Geschäftsführer Michael Geffken nutzte in seiner Rede die Gelegenheit, die Bedeutung der Journalistenausbildung in Leipzig zu unterstreichen. Erst Ende April war bekannt geworden, dass im Masterstudiengang Journalistik am IfKMW vorläufig keine weiteren Studenten eingeschrieben werden.

“Journalist zu werden ist für 25-jährige vielleicht nicht mehr so cool und sexy, wie vor zehn oder 15 Jahren. Aber der Beruf wird immer wichtiger und interessanter”, sagte Geffken. Die Ausbildung müsse deshalb gestärkt und an die veränderten Anforderungen angepasst werden.

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Die Absolventen des Masterstudiengangs Crossmedia Management mit den Studiengangsverantwortlichen Prof. Dr. Gabriele Hooffacker (rechts) und Dr. Andreas Niekler (links). (Foto: LSoM)

Journalisten bräuchten außerdem Möglichkeiten, sich nach dem Prinzip des Lebenslangen Lernens fortlaufend weiterzubilden. “Mit der Verschränkung von grundständiger, konsekutiver und berufsbegleitender journalistischer Aus- und Weiterbildung haben wir hier in Leipzig ein Pfund, mit dem man wuchern sollte. Das kann keine andere Hochschule in Deutschland bieten – schon gar nicht im Bereich der Kommunikationswissenschaft”, sagte Geffken.

Die LSoM organisiert in Kooperation mit der Universität Leipzig und drei weiteren Partnern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den berufsbegleitenden Masterstudiengang New Media Journalism (NMJ) sowie etliche einzelne Kurse und Seminare für Journalisten.

Staffelübergabe im Studiengang New Media Journalism

Wichtige Nachricht in diesem Zusammenhang: Das Masterprogramm New Media Journalism steht ab sofort auf Seiten der Universität unter neuer Verantwortung. Der bisherige Studiengangsverantwortliche Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz wurde auf der Absolventenfeier verabschiedet. Michael Geffken bedankte sich für Steinmetz’ Engagement: “Konstruktiv, intensiv und empathisch” habe er die das gemeinsame Projekt unterstützt und dabei “wertvollen inhaltlichen Input” gegeben.

Den sprichwörtlichen Staffelstab übergab Steinmetz an Junior-Professor Dr. Markus Beiler. Dieser passe mit seinem Profil wie kein anderer zu der Aufgabenbeschreibung, sagte Michael Geffken. Beiler forscht an der Universität Leipzig unter anderem zur Arbeitsweise von Journalisten mit besonderem Fokus auf Suchmaschinen und Social Media. Internationale Mediensysteme und Medienpolitik bilden einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit.

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Das Masterprogramm New Media Journalism steht ab sofort auf Seiten der Universität Leipzig unter neuer Verantwortung. Der bisherige Studiengangsverantwortliche Prof. Dr. Rüdiger Steinmetz (3. von links) übergab den Staffelstab an Junior-Professor Dr. Markus Beiler (links). (Foto: LSoM)

www.leipzigschoolofmedia.de

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Günter-Eich-Preis

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig fühlt sich der Förderung des deutschsprachigen Hörspiels verpflichtet und möchte mit dem von ihr gestifteten “Günter-Eich-Preis” das Lebenswerk von Autorinnen und Autoren würdigen, die mit ihren Radio-Arbeiten das Repertoire der Gattung Hörspiel vielgesichtig und stetig erweitert haben.

Das Hörspiel hat Günter Eich (1. Februar 1907 – 20. Dezember 1972) mehr zu verdanken als jedem anderen Autor. Mit seinen Stücken hört die Literatur auf, sich nur mitnehmen zu lassen ins Medium des Rundfunks, eine neue Verwertungsmöglichkeit. Jetzt findet sie mit dem Radio und für das Radio (aber auch, indem sie sich ihm widersetzt) ihre ureigene poetische Form.

In schlichter, oft lapidarer Prosa hat Eich eine künstlerische Sprache geschaffen, die es den aus dem Lautsprecher dringenden Stimmen, die es Szene und Figur im Sog einer sich entfaltenden Geschichte gelingen lässt, Wirklichkeit anders als je zu imaginieren. Die ins Geschehen verstrickte Phantasie des Hörers spannt die Handgreiflichkeit erzählter Abenteuer zusammen mit metaphorischer Transparenz. Wenn sich ein Genre auch über seine Meisterwerke definiert, so sind Eichs Stücke – als Prototypen formaler Möglichkeiten wie als Exempel der wirkungsspezifischen Essenz – bis heute maßgeblich geblieben.

Wenige, aber wichtige Jahre hat Günter Eich von 1922 an in Leipzig verbracht. Hier hat er die Nicolai-Schule besucht, das Abitur gemacht und eine zeitlang studiert. Hier hat er angefangen, zu schreiben, und, mit den ersten Kontakten zur Sendeanstalt, den Weg zum Hörspiel eingeschlagen.

Preisträger seit 2007:

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Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit

Es war auf dem Leipziger Medienkongress, den die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig aus Anlass des zehnjährigen Jahrestages ihres “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” im Oktober 2010 veranstaltete, als Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN und Chefredakteur Sonderaufgaben Gruner + Jahr, die Idee eines Europäischen Zentrums für Pressefreiheit in Leipzig erstmals öffentlich ins Spiel brachte. Jörges hatte bereits 2009 die “Europäische Charta für Pressefreiheit” ins Leben gerufen, die von 48 Chefredakteuren und leitenden Journalisten aus 19 Staaten unterzeichnet wurde. Nun sollte ein Zentrum für Pressefreiheit als Umsetzungsinstrument für die Charta folgen.

Leipzig als Keimzelle der Friedlichen Revolution im Osten Deutschlands – hier demonstrierten im Herbst 1989 zehntausende DDR-Bürger gegen die Staatsmacht und forderten unter anderem die Freiheit der Medien – erschien als idealer Standort: mit der Medienstiftung gab es bereits eine Organisation, die sich seit Jahren für die Presse- und Medienfreiheit einsetzt. Die Stiftung knüpft insbesondere mit ihrem seit 2001 vergebenen “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” an den Leipziger Geist des Herbstes 1989 an.

Unmittelbar nach dem Kongress 2010 begann die Erarbeitung eines Grobkonzeptes als Grundlage für die Suche nach Unterstützern für das Projekt. Es galt u. a. eine Rechtsform zu finden, die dem Zentrum ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit garantiert. Mit der Kanzlei CMS Hasche Sigle konnte der Stiftungsvorstand einen auch im EU-Recht überaus versierten Partner gewinnen, der bereit war, das Projekt bis zu seiner offiziellen Gründung pro bono zu begleiten. Die Kanzlei CMS Hasche Sigle fand in der Europäischen Genossenschaft (SCE) die geeignete Rechtsform für das Projekt und erstellte einen Satzungsentwurf auf Grundlage der Voraussetzungen, die das Zentrum künftig erfüllen sollte.

Pressekonferenz_Brüssel_30.06.2015 (European Parliament)

Vorstellung des Projektes bei Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, in Brüssel (v.l.n.r.): Dr. Lutz Mükke (Projektkoordinator ECPMF), Hans-Ulrich Jörges (Gruner+Jahr), Maria Laura Franciosi (Ossigeno per l’Informazione), Martin Schulz (Europaparlament), Luisa Chiodi (Osservatorio Balcani e Caucaso), Dr. Harald Langenfeld (Medienstiftung der Sparkasse Leipzig), Margo Smit (VVOJ), Ides Debruyne (Journalismfund.eu), Stephan Seeger (Medienstiftung der Sparkasse Leipzig). Foto: EU-Parlament

Mit dem Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (kurz: ECPMF) sollen die Streiter für Presse- und Medienfreiheit in Europa eine starke Stimme bekommen. Kernziel des Zentrums ist es, europäische Medienfreiheitsinitiativen und -akteure unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen und ihre Aktivitäten zu koordinieren. Das ECPMF dokumentiert mithilfe seiner Mitglieder aus ganz Europa und der Mitarbeiter am Standort Leipzig europaweit Verletzungen der Pressefreiheit und die Verfolgung von Journalisten und informiert sowohl Öffentlichkeit als auch Politik über aktuelle und aufkommende Missstände.

Um das Projekt als europäische Initiative zu etablieren, war die Unterstützung seitens der Europäischen Union von herausragender Bedeutung. Hans-Ulrich Jörges, Christoph Keese (Senior Vice President Investor Relations and Public Affairs der Axel Springer SE) und Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung, fanden im Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, einen herausragenden Fürsprecher. Aus Gesprächen mit weiteren EU-Parlamentariern, stellvertretend seien hier EU-Vizeparlamentspräsident Alexander Graf Lambsdorff und Elmar Brok (Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlamentes) genannt, entwickelte sich eine parteiübergreifende Unterstützung im Europäischen Parlament, welches schließlich im Rahmen der Haushaltsberatungen die für das Zentrum notwendigen Mittel in Höhe von einer Million Euro bereitstellte.

Unter der Voraussetzung einer Förderung durch die EU erklärten sich der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig ebenfalls zu einer finanziellen Förderung des künftigen Zentrums bereit. Mit der Zusage der Medienstiftung für eine finanzielle Förderung war die Grundlage geschaffen, die detaillierte Projektplanung als Voraussetzung für die Antragsstellung bei der EU-Kommission anzugehen und europaweit um Unterstützung bei journalistischen Organisationen, Institutionen und Hochschulen, die sich mit dem Thema Pressefreiheit befassen, zu werben. Hierzu bedurfte es fachkundiger Verstärkung des Stiftungsteams.
Bei der Suche nach einem geeigneten Projektmanager fiel die Wahl auf Dr. Lutz Mükke, welcher der Stiftung als ihr erster Promotionsstipendiat bereits bekannt war. Mit Erfolg machte sich Dr. Mükke an die europaweite Akquise von Projektpartnern. Parallel zur Akquise stand der detaillierte Konzeptentwurf im Zentrum der Arbeit. Neben den bereits erwähnten Förderern Freistaat Sachsen, Stadt Leipzig und Medienstiftung, sagte auch das Auswärtige Amt seine Unterstützung für das Projekt zu. Im Oktober 2013 konnte der Antrag fristgerecht an die EU-Kommission gesendet werden.

Zur Enttäuschung aller Beteiligter, vor allem auch der EU-Parlamentarier, erhielt der Leipziger Antrag 2013 keinen Zuschlag durch die ausschreibende EU-Kommission. Statt eines einzelnen Zentrums wurden verschiedene Projekte und Projektträger gefördert. Nichtdestotrotz entschied der Stiftungsrat der Medienstiftung auf Vorschlag des Stiftungsvorstandes 2014, nachdrücklich von Parlamentspräsident Schulz und den unterstützenden Parlamentariern animiert, am Vorhaben festzuhalten und eine zweite Bewerbung zu wagen. Das Projekt wurde erneut ausgeschrieben, das Konzept noch einmal überarbeitet und als neuer Antrag bei der Kommission eingereicht.

Im März 2015 kam schließlich die Nachricht von der EU-Kommission aus Brüssel, dass die Medienstiftung als Konsortialführer gemeinsam mit Partnern aus drei weiteren europäischen Staaten (Journalismfund.eu, Belgien; Institut für Europäisches Medienrecht, Deutschland; Ossigeno per l’Informazione und Osservatorio Balcani e Caucaso, beide Italien und die South East Europe Media Organisation (SEEMO), Österreich) den Zuschlag für das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (engl. European Centre for Press and Media Freedom) erhält.

Am 24. Juni 2015 fand in Leipzig die Gründungsversammlung der Europäischen Genossenschaft (SCE) mit der Wahl von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Vertreter von über 20 europäischen Journalistenorganisationen, Medienunternehmen und -gewerkschaften sowie Medienwissenschaftler und -anwälte aus zahlreichen europäischen Ländern gehören zu den Gründungsmitgliedern. Die Organisationsform als Europäische Genossenschaft erlaubt Rechtsgültigkeit des Zentrums in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie größtmögliche Unabhängigkeit gegenüber staatlichen Institutionen und zugleich direkte Teilhabe der mitwirkenden Organisationen und Initiativen an der Arbeit des Zentrums. Diese Teilhabe drückt sich unter anderem in den Gremien des ECPMF aus: Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat gehören zahlreiche Vertreter wichtiger europäischer Pressefreiheitsinitiativen an. Die Arbeit des Zentrums wird am Standort Leipzig auf dem Mediencampus Villa Ida, dem Sitz der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, koordiniert.

Es entspricht der Förderphilosophie der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, dass das von ihr als Projektträgerin und Antragstellerin maßgeblich entwickelte und finanziell geförderte Projekt mit der Eintragung der gegründeten Genossenschaft in das Genossenschaftsregister und der damit einhergehenden vollen Rechtsfähigkeit in die eigenverantwortliche Unabhängigkeit übergeht. Die Stiftung wird das ECPMF auch in Zukunft im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach Kräften unterstützen. Die Stiftung dankt der Kanzlei CMS Hasche Sigle, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Hartwig Künckeler sowie dem deutschen Genossenschaftsverband in Frankfurt am Main für ihre kompetente und entgegenkommende Unterstützung.

Stephan Seeger
Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig
Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig

Weitere Informationen: www.ecpmf.eu und twitter.com/ECPMF

Mitglieder des ECPMF

  • Galina Arapova, Direktorin des Mass Media Defence Centre (MMDC), Russland
  • Mogens Blicher Bjerregaard, Präsident der European Federation of Journalists (EFJ)
  • Federica Delogu, Journalistin beim Ossigeno per l’informazione, Italien
  • Vesselin Dimitrov, stellvertretender Chefredakteur bei Forbes Bulgarien
  • Jodie Ginsberg, Chief Executive des Index on Censorship, Großbritannien
  • Nadine Gogu, Geschäftsführerin des Independent Journalism Center, Republik Moldau
  • Esad Hećimović, Investigativreporter und Redakteur bei OBN TV Sarajevo, Bosnien-Herzegowina
  • Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN sowie Chefredakteur Special Affairs bei Gruner+Jahr, Deutschland
  • Henrik Kaufholz, Mitbegründer und Manager von SCOOP, Dänemark
  • Christoph Keese, Senior Vice President der Axel Springer SE, Deutschland
  • Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig und der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Deutschland
  • Gavin MacFadyen, Direktor des Centre for Investigative Journalism, University of London, Großbritannien
  • Răzvan Martin, Koordinator des FreeEx Program bei ActiveWatch, Rumänien
  • Anthony McNicholas, Senior lecturer an der Faculty of Arts, Design and Media, University of Westminster, Großbritannien
  • Kerstin Mey, Dekanin der Faculty of Arts, Design and Media, University of Westminster, Großbritannien
  • Dr. Helga Montag, Mitglied des Vorstandes von Journalisten helfen Journalisten e. V., Deutschland
  • Dr. Lutz Mükke, Hauptgeschäftsführer des ECPMF
  • Balázs Nagy Navarro, freier Journalist, Ungarn
  • Peter Noorlander, Geschäftsführer der Media Legal Defence Initiative (MLDI)
  • Prof. Dr. Stephan Ory, Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR), Deutschland
  • Dr. Georgios Pleios, Professor und Leiter der Abteilung Communication and Media Studies an der National and Kapodistrian University Athen, Griechenland
  • Vladimir Radomirovic, Chefredakteur von Pištaljka, Serbien
  • Renate Schröder, Direktorin der European Federation of Journalists
  • Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Deutschland
  • Naser Selmani, Direktor der Association of Journalists of Macedonia, Mazedonien
  • Ljiljana Smajlović, Präsidentin der Journalists’ Association of Serbia, Serbien
  • Trine Smistrup, Projektmanagerin, Journalismfund, Belgien
  • Margo Smit, freie Investigativjournalistin, Ombudsfrau beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk NOS, Niederlande (vormals Direktorin der Dutch-Flemish Association of Investigative Journalists (VVOJ))
  • Martin Stoll, Präsident von Öffentlichkeitsgesetz.ch, Schweiz
  • Dr. Dirk Voorhoof, Professor für International Media Law, Gent University, Belgien
  • Oliver Vujovic, Generalsekretär von SEEMO, Österreich
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Kontakt

Medienstiftung der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig

Menckestraße 27
D-04155 Leipzig

Tel.: +49 341 – 5629 661
Fax: +49 341 – 5629 663
info(at)leipziger-medienstiftung.de

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Mediencampus

Das von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig errichtete Gebäude im Stadtteil Gohlis bildet mit der historischen Villa Ida, dem eigentlichen Stiftungssitz, ein interessantes Ensemble, das Altes mit Neuem verbindet.

Der “Mediencampus Villa Ida” ist Sitz der “Leipzig School of Media” (LSoM), einer Tochtergesellschaft der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig. Die LSoM ist das Kompetenzzentrum für akademisch fundierte Weiterbildung im Bereich Crossmedia. In Masterstudiengängen sowie Kursen und Schulungen bildet sie auf einem exzellenten wissenschaftlichen Niveau berufstätige Arbeitnehmer und Medienschaffende aus Agenturen, Redaktionen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen berufsbegleitend weiter. Die Angebote werden in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) organisiert und betreut. www.leipzigschoolofmedia.de

Darüber hinaus steht der “Mediencampus Villa Ida” als moderner und exklusiver Veranstaltungsort für Workshops, Seminare, Tagungen und Empfänge für bis zu 240 Personen zur Verfügung. Der “Mediencampus Villa Ida” ist nach dem Baukastenprinzip konzipiert worden. Die beiden Veranstaltungssäle im Erdgeschoss und zwei der drei Seminarräume im ersten Obergeschoss sind durch mobile Wände getrennt, die sich bei Bedarf schnell entfernen lassen. Für Ihre Veranstaltungen können wir so die optimalen Voraussetzungen schaffen, egal ob konzentrierte Seminaratmosphäre, repräsentatives Plenum oder Festveranstaltung.

Unsere Räume sind mit modernster Präsentationstechnik ausgestattet. Die organisatorische und technische Betreuung Ihrer Veranstaltung wird durch unser kompetentes Team gewährleistet. Für die Übernachtung vor Ort stehen den Dozenten, Referenten, Studenten und Ihren Gästen vier Appartements zur Verfügung.

Das Hotel Michaelis Leipzig betreibt unser “Restaurant Campus” und ist zudem Exklusivpartner für das Catering aller Veranstaltungen. Ob Konferenz, Seminar oder Empfang – das Team des Hotel Michaelis Leipzig unterbreitet Ihnen gern ein entsprechendes Angebot.

Mediencampus Villa Ida
Hotel Michaelis

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