Pressemitteilung 04.11.2017: Portrait der einsamen Menschen

Boram Kim ist die Gewinnerin des „Next Masters Wettbewerb“ 2017 beim DOK Leipzig und der Goldenen Taube der Medienstiftung

Leipzig, der 4. November 2017. Die Südkoreanerin Boram Kim gewinnt bei der 60. Ausgabe des Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm die von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig gestiftete und mit 10.000 Euro dotierte “Goldene Taube”. Der Preis ehrt Filmemacher, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen. Boram Kims Film “Baek-gu” setzte sich im Wettbewerb “Next Masters” gegen zehn weitere Produktionen durch.

Goldene_Taube_Next_Masters_2017 (DOK Leipzig 2017, Victoria Sophie Conzelmann)

Verleihung der Goldenen Taube der Medienstiftung 2017 (v.l.n.r.): Jay Rosenblatt (Juror), Yuri Lee (Produzentin), Boram Kim (Preisträgerin 2017) und Stephan Seeger (Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig)
Foto: DOK Leipzig 2017, Victoria Sophie Conzelmann

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05.11.2017


Verleihung des Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien 2017

Impressionen

(alle Fotos: Medienstiftung/Volkmar Heinz)

Preisverleihung 2017 (v.l.n.r.): Leipzigs Oberbürgermeister und Stiftungsratsvorsitzender der Medienstiftung Burkhard Jung, Ilkay Yücel (Schwester des Preisträgers Deniz Yücel), Preisträgerin Asli Erdoğan, Festredner Werner Schulz, Dr. Harald Langenfeld (Vorstandsvorsitzender der Medienstiftung und der Sparkasse Leipzig) und Stephan Seeger (Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig).

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09.10.2017


Pressemitteilung 06.10.2017: “Den Skandal wachhalten”

Verleihung des Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien an die türkische Autorin Asli Erdoğan und den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel

Leipzig, der 6. Oktober 2017. Mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien ehrte die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig am Abend des 6. Oktober 2017 die türkische Autorin und Journalistin Asli Erdoğan und den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Der Preis wird jährlich an Journalisten, Medienschaffende und Institutionen verliehen, die sich mit besonderem Mut und großem Engagement für die Pressefreiheit einsetzen. Er ist mit 30.000 Euro dotiert. Asli Erdoğan nahm den Preis persönlich entgegen, Deniz Yücel konnte aufgrund seiner Inhaftierung in der Türkei nicht an der Preisverleihung teilnehmen. Stellvertretend für ihn nahm seine Schwester Ilkay Yücel den Preis entgegen. Mehr dazu …

06.10.2017


Günter-Eich-Preisverleihung und Sommerfest 2017 – Impressionen

Zahlreiche Gäste folgten auch in diesem Jahr der Einladung der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig und feierten ein etwas verspätetes, aber dennoch sehr angenehmes Sommerfest auf dem Mediencampus Villa Ida. Wie bereits in den Vorjahren, fand vor dem eigentlichen Sommerfest die Radiopreisverleihung der Medienstiftung statt: die diesjährige Günter-Eich-Preisträgerin Friederike Mayröcker konnte ihren Preis jedoch leider nicht persönlich entgegennehmen. Daher ehrte die Stiftung ihre Laureatin mit einer Hommage. Für die Hommage produzierte der Österreichische Rundfunk ORF in Zusammenarbeit mit der Medienstiftung ein Videoporträt nebst Dankesworten der Preisträgerin.

Günter-Eich-Preisverleihung 2017: Hommage an Friederike Mayröcker

Da Günter-Eich-Preisträgerin Friederike Mayröcker nicht persönlich anwesend sein konnte, ehrte die Medienstiftung sie mit einer Hommage. Foto: Medienstiftung / Volkmar Heinz

Da Günter-Eich-Preisträgerin Friederike Mayröcker nicht persönlich anwesend sein konnte, ehrte die Medienstiftung sie mit einer Hommage.
Foto: Medienstiftung / Volkmar Heinz

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12.09.2017


Pressemitteilung 04.09.2017: “Eine großartige Schriftstellerin und bedeutende Hörspielautorin”

Hommage für Günter-Eich-Preisträgerin Friederike Mayröcker

Leipzig, der 4. September 2017. Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig hat den mit 10.000 Euro dotierten “Günter-Eich-Preis” 2017 an die österreichischen Schriftstellerin Friederike Mayröcker verliehen. Mit einer Hommage im Rahmen des Sommerfestes der Stiftung am 7. September 2017 auf dem Mediencampus Villa Ida wird die Preisträgerin nun geehrt. “Leider sieht Friederike Mayröcker aufgrund ihres Alters bereits seit längerem von größeren Reisen ab, sodass eine persönliche Preisverleihung in Leipzig nicht möglich ist. Mit unserer Hommage wollen wir diese großartige Schriftstellerin und bedeutende Hörspielautorin in einem größeren Rahmen würdigen”, erklärt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig. Entsprechend wird die Hommage ab 17.45 Uhr auf dem Mediencampus “Villa Ida” stattfinden, bevor im Anschluss das traditionelle Sommerfest der Medienstiftung offiziell eröffnet wird.

Günter-Eich-Preisträgerin 2017: Friederike Mayröcker (Foto: Lukas Beck)

Günter-Eich-Preisträgerin 2017: Friederike Mayröcker (Foto: Lukas Beck)

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04.09.2017


Stiftung

Wer die Entwicklung freier Medien fördern und unterstützen will, muss mehr als nur ökonomische und arbeitsmarktpolitische Aspekte im Blick haben. Bedeutung und Attraktivität entfaltet ein Medienstandort vor allem dann, wenn er für ein Klima steht, in dem die große Verantwortung der Medien für eine freie Gesellschaft als Verpflichtung und Herausforderung zugleich begriffen wird.

Die Sparkasse Leipzig möchte dazu einen Beitrag leisten und beschloss im Frühjahr 1999 die Gründung einer Medienstiftung. Die Stiftung wurde im Rahmen des Festaktes zum 175-jährigen Jubiläum der Sparkasse am 4. Mai 2001 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Förderung der Aus- und Fortbildung junger Menschen im Bereich der Medien. Dazu gehören die Vergabe von Leistungsstipendien, zum Beispiel im Rahmen des Leipziger Medienpreises, gezielte Projektförderungen und die Organisation von Veranstaltungen zur politischen Bildung, etwa zum Gedenken an die Friedliche Revolution 1989 in Leipzig.

Finanziert werden die Stiftungsprojekte aus den Erträgen des Stiftungsvermögens sowie durch Zuwendungen und Spenden Dritter.

Alljährlich schreibt die Stiftung ihren “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” aus. Sie vergibt außerdem den “Axel-Eggebrecht-Preis”, den “Günter-Eich-Preis” und die “Goldene Taube” (die frühere “Talent-Taube”).

Nikolaisäule (Andreas Lamm)

Skulptur “Nikolaisäule” als Symbol des “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” (Foto: Andreas Lamm)

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Lehre und Forschung

Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig engagiert sich insbesondere bei der Aus- und Weiterbildung im Bereich der Medien. Hierzu hat sie in enger Kooperation mit den ortsansässigen Hochschulen Institute gegründet, Initiativen und Projekte ins Leben gerufen und die für ihre Aktivitäten notwendige Infrastruktur geschaffen. Schwerpunkte ihres Engagements sind:

  • die “Leipzig School of Media gGmbH” (LSoM) mit ihren berufsbegleitenden akademischen Master-Studiengängen und Seminar-Programmen,
  • das ” Europäische Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung e. V.” (EIJK) mit europaweit vergebenen Stipendien,
  • Sonderveranstaltungen für Radio-Feature and Radio-Hörspiel

Entdecken Sie diese Bereiche durch den Besuch der weiterführenden Seiten und erfahren Sie mehr über das Förderspektrum der Medienstiftung.

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Presse

Verleihung des Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien 2017

Impressionen

(alle Fotos: Medienstiftung/Volkmar Heinz)

Preisverleihung 2017 (v.l.n.r.): Leipzigs Oberbürgermeister und Stiftungsratsvorsitzender der Medienstiftung Burkhard Jung, Ilkay Yücel (Schwester des Preisträgers Deniz Yücel), Preisträgerin Asli Erdoğan, Festredner Werner Schulz, Dr. Harald Langenfeld (Vorstandsvorsitzender der Medienstiftung und der Sparkasse Leipzig) und Stephan Seeger (Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung und Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig).

Dr. Harald Langenfeld begrüßte die Gäste der Preisverleihung auf dem Mediencampus Villa Ida.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Pianistin Serra Tavsanli.

Oberbürgermeister Burkhard Jung während seines Grußwortes.

Die diesjährige Leipziger Rede zur Medien- und Pressefreiheit hielt Werner Schulz, langjähriger Bundestags- und Europaparlamentsabgeordneter von Bündnis 90/Grüne.

Preisträgerin Asli Erdoğan konnte ihren Preis selbst entgegennehmen.

Ilkay Yücel, Schwester von Preisträger Deniz Yücel, nahm den Preis stellvertretend für ihren inhaftierten Bruder entgegen.

Ilkay Yücel und Asli Erdoğan nach der Preisverleihung.

Ilkay Yücel, Asli Erdoğan und Werner Schulz.

Stephan Seeger, Dr. Harald Langenfeld, Ilkay Yücel und Asli Erdoğan während der Pressekonferenz am Vormittag des 6. Oktober.

Ilkay Yücel und Asli Erdogan nach der Pressekonferenz.

Christoph Wonneberger und Roland Jahn (beide Preisträger aus 2014).

v.l.n.r.: Stiftungsdirektor Stephan Seeger, Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR), Linde Rotta und Michael Czupalla (Landrat a. D. des Landkreises Nordsachsen).

Dr. Harald Langenfeld (rechts) im Gespräch mit Roland Jahn und Klaus-Michael Rohrwacher (Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Völkerschlachtdenkmal e. V.).

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Jury

Richard Goll
(Juryvorsitz)

Goll, Richard (Foto Stefan Hopf)

Foto: Stefan Hopf

langjähriger Leiter der Featureredaktion des ORF

Seit 1966 Mitarbeit beim Österreichischen Rundfunk/Jugendredaktion, später Familienredaktion Ö1. Ab 1972 Autor von Radiofeatures, Aufbau der Featureredaktion ORF mit Alfred Treiber. Seit 1978 Teilnehmer an der Internationalen Feature Konferenz. Verantwortlicher Redakteur für die Reihe: “Das internationale Feature” (Schwerpunkt: deutschsprachiger Raum), aber auch Autor, Übersetzer, Bearbeiter und Regisseur von einstündigen Radiofeatures. Ebenso für ein Jahr Pressesprecher von Amnesty Österreich und bis 1985 Vorsitzender des ORF Redakteursausschusses. Seit 1990 Leiter der Featureredaktion ORF und bis 2001 stellvertretender Programmchef von Radio Österreich 1. Leiter des gesamten Hörfunkarchivs ORF – Konzeption und Start der Archivdigitalisierung sowie Gastprofessor an der Donau Universität/Krems für Radiojournalismus.

Ulrike Toma

Ulrike_Toma_1 (NDR)

Foto: NDR

Leiterin der Abteilung Radiokunst bei NDR Kultur

Geboren 1973 in Lübeck. Nach dem Studium der Allgemeinen Rhetorik und Germanistik an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, M.A. (1992 – 1998) freie Journalistin, Reporterin und Moderatorin in kulturellen und politischen Programmen im deutschen Radio und Fernsehen (ARD, 1994 – 2001). Zwischen 1998 und 2000 Volontariat beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt/Main. Seit 2001 ist Ulrike Toma Redakteurin beim Norddeutschen Rundfunk (NDR), wo sie zwischen 2006 und 2014 die Feature-Abteilung leitete. Seit 2014 ist Toma Leiterin der Abteilung Radiokunst bei NDR Kultur in Hamburg.

Aldo Gardini

Aldo_Gardini_1 (privat)

Foto: privat

langjähriger Redaktor, Autor und Produzent bei Radio DRS2

Aldo Gardini (1945) war als Redaktor, Autor und Produzent fast drei Jahrzehnte für die Feature-Programme bei Radio DRS2 zuständig. Zuvor arbeitete er unter anderem als Tonregisseur bei Film- und Hörspielproduktionen. Einige von ihm realisierte Feature-Produktionen wurden mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet (Prix Suisse, Prix Europa, Prix Italia). Seit 1981 leitet Aldo Gardini Ausbildungskurse für verschiedene SRF Redaktionen. Seit seiner Pensionierung engagiert er sich für die Förderung junger Talente, auch außerhalb der SRG. Er arbeitet mit Gymnasien und Hochschulen zusammen und ist im Patronat des SonOhr-Festival in Bern vertreten.

Linde Rotta

Rotta_2 (Linde Rotta)

Foto: privat

Freie Autorin, Initiatorin der Radiowerkstatt Leipzig

In Eisenstadt (Österreich) geboren, Fachabitur der Handelsakademie in Villach, mehrjährige Auslandsaufenthalte in Spanien, Italien, seit 1984 als Autorin und freie Journalistin in Deutschland wohnhaft (Frankfurt/Main, Lünen, Bonn, Leipzig). Autorin von Erzählungen, Essays, Märchen, Lyrik, Hörspielen, Features und Sachbüchern.

Nikolai von Koslowski

Foto: rbb/Thomas Ernst

Freier Regisseur und Autor

Nikolai von Koslowski (geb. 1958) hat in München Kommunikations- und politische Wissenschaften studiert. Er begann seine Radioarbeit als Reporter beim Zündfunk, dem Jugendfunk des BR. Aus seiner Affinität zu historischen Originaltönen entstand im Jahr 2000 die später in der ARD mehrfach wiederholte 100-teilige Reihe “Moments of History – Komposition der Erinnerung”. Heute ist er als freier Autor und Regisseur für verschiedene ARD Feature- und Hörspielabteilungen tätig. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter u. a. den Robert Geisendörfer Preis und den Deutschen Radio- und Hörbuchpreis. Verschiedene Lehrtätigkeiten und Coach der EBU Master-School on radio feature 2012/13.

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Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit

Es war auf dem Leipziger Medienkongress, den die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig aus Anlass des zehnjährigen Jahrestages ihres “Preises für die Freiheit und Zukunft der Medien” im Oktober 2010 veranstaltete, als Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN und Chefredakteur Sonderaufgaben Gruner + Jahr, die Idee eines Europäischen Zentrums für Pressefreiheit in Leipzig erstmals öffentlich ins Spiel brachte. Jörges hatte bereits 2009 die “Europäische Charta für Pressefreiheit” ins Leben gerufen, die von 48 Chefredakteuren und leitenden Journalisten aus 19 Staaten unterzeichnet wurde. Nun sollte ein Zentrum für Pressefreiheit als Umsetzungsinstrument für die Charta folgen.

Leipzig als Keimzelle der Friedlichen Revolution im Osten Deutschlands – hier demonstrierten im Herbst 1989 zehntausende DDR-Bürger gegen die Staatsmacht und forderten unter anderem die Freiheit der Medien – erschien als idealer Standort: mit der Medienstiftung gab es bereits eine Organisation, die sich seit Jahren für die Presse- und Medienfreiheit einsetzt. Die Stiftung knüpft insbesondere mit ihrem seit 2001 vergebenen “Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien” an den Leipziger Geist des Herbstes 1989 an.

Unmittelbar nach dem Kongress 2010 begann die Erarbeitung eines Grobkonzeptes als Grundlage für die Suche nach Unterstützern für das Projekt. Es galt u. a. eine Rechtsform zu finden, die dem Zentrum ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit garantiert. Mit der Kanzlei CMS Hasche Sigle konnte der Stiftungsvorstand einen auch im EU-Recht überaus versierten Partner gewinnen, der bereit war, das Projekt bis zu seiner offiziellen Gründung pro bono zu begleiten. Die Kanzlei CMS Hasche Sigle fand in der Europäischen Genossenschaft (SCE) die geeignete Rechtsform für das Projekt und erstellte einen Satzungsentwurf auf Grundlage der Voraussetzungen, die das Zentrum künftig erfüllen sollte.

Pressekonferenz_Brüssel_30.06.2015 (European Parliament)

Vorstellung des Projektes bei Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, in Brüssel (v.l.n.r.): Dr. Lutz Mükke (Projektkoordinator ECPMF), Hans-Ulrich Jörges (Gruner+Jahr), Maria Laura Franciosi (Ossigeno per l’Informazione), Martin Schulz (Europaparlament), Luisa Chiodi (Osservatorio Balcani e Caucaso), Dr. Harald Langenfeld (Medienstiftung der Sparkasse Leipzig), Margo Smit (VVOJ), Ides Debruyne (Journalismfund.eu), Stephan Seeger (Medienstiftung der Sparkasse Leipzig). Foto: EU-Parlament

Mit dem Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (kurz: ECPMF) sollen die Streiter für Presse- und Medienfreiheit in Europa eine starke Stimme bekommen. Kernziel des Zentrums ist es, europäische Medienfreiheitsinitiativen und -akteure unter einem gemeinsamen Dach zu vereinen und ihre Aktivitäten zu koordinieren. Das ECPMF dokumentiert mithilfe seiner Mitglieder aus ganz Europa und der Mitarbeiter am Standort Leipzig europaweit Verletzungen der Pressefreiheit und die Verfolgung von Journalisten und informiert sowohl Öffentlichkeit als auch Politik über aktuelle und aufkommende Missstände.

Um das Projekt als europäische Initiative zu etablieren, war die Unterstützung seitens der Europäischen Union von herausragender Bedeutung. Hans-Ulrich Jörges, Christoph Keese (Senior Vice President Investor Relations and Public Affairs der Axel Springer SE) und Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung, fanden im Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, einen herausragenden Fürsprecher. Aus Gesprächen mit weiteren EU-Parlamentariern, stellvertretend seien hier EU-Vizeparlamentspräsident Alexander Graf Lambsdorff und Elmar Brok (Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlamentes) genannt, entwickelte sich eine parteiübergreifende Unterstützung im Europäischen Parlament, welches schließlich im Rahmen der Haushaltsberatungen die für das Zentrum notwendigen Mittel in Höhe von einer Million Euro bereitstellte.

Unter der Voraussetzung einer Förderung durch die EU erklärten sich der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig ebenfalls zu einer finanziellen Förderung des künftigen Zentrums bereit. Mit der Zusage der Medienstiftung für eine finanzielle Förderung war die Grundlage geschaffen, die detaillierte Projektplanung als Voraussetzung für die Antragsstellung bei der EU-Kommission anzugehen und europaweit um Unterstützung bei journalistischen Organisationen, Institutionen und Hochschulen, die sich mit dem Thema Pressefreiheit befassen, zu werben. Hierzu bedurfte es fachkundiger Verstärkung des Stiftungsteams.
Bei der Suche nach einem geeigneten Projektmanager fiel die Wahl auf Dr. Lutz Mükke, welcher der Stiftung als ihr erster Promotionsstipendiat bereits bekannt war. Mit Erfolg machte sich Dr. Mükke an die europaweite Akquise von Projektpartnern. Parallel zur Akquise stand der detaillierte Konzeptentwurf im Zentrum der Arbeit. Neben den bereits erwähnten Förderern Freistaat Sachsen, Stadt Leipzig und Medienstiftung, sagte auch das Auswärtige Amt seine Unterstützung für das Projekt zu. Im Oktober 2013 konnte der Antrag fristgerecht an die EU-Kommission gesendet werden.

Zur Enttäuschung aller Beteiligter, vor allem auch der EU-Parlamentarier, erhielt der Leipziger Antrag 2013 keinen Zuschlag durch die ausschreibende EU-Kommission. Statt eines einzelnen Zentrums wurden verschiedene Projekte und Projektträger gefördert. Nichtdestotrotz entschied der Stiftungsrat der Medienstiftung auf Vorschlag des Stiftungsvorstandes 2014, nachdrücklich von Parlamentspräsident Schulz und den unterstützenden Parlamentariern animiert, am Vorhaben festzuhalten und eine zweite Bewerbung zu wagen. Das Projekt wurde erneut ausgeschrieben, das Konzept noch einmal überarbeitet und als neuer Antrag bei der Kommission eingereicht.

Im März 2015 kam schließlich die Nachricht von der EU-Kommission aus Brüssel, dass die Medienstiftung als Konsortialführer gemeinsam mit Partnern aus drei weiteren europäischen Staaten (Journalismfund.eu, Belgien; Institut für Europäisches Medienrecht, Deutschland; Ossigeno per l’Informazione und Osservatorio Balcani e Caucaso, beide Italien und die South East Europe Media Organisation (SEEMO), Österreich) den Zuschlag für das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (engl. European Centre for Press and Media Freedom) erhält.

Am 24. Juni 2015 fand in Leipzig die Gründungsversammlung der Europäischen Genossenschaft (SCE) mit der Wahl von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Vertreter von über 20 europäischen Journalistenorganisationen, Medienunternehmen und -gewerkschaften sowie Medienwissenschaftler und -anwälte aus zahlreichen europäischen Ländern gehören zu den Gründungsmitgliedern. Die Organisationsform als Europäische Genossenschaft erlaubt Rechtsgültigkeit des Zentrums in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie größtmögliche Unabhängigkeit gegenüber staatlichen Institutionen und zugleich direkte Teilhabe der mitwirkenden Organisationen und Initiativen an der Arbeit des Zentrums. Diese Teilhabe drückt sich unter anderem in den Gremien des ECPMF aus: Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat gehören zahlreiche Vertreter wichtiger europäischer Pressefreiheitsinitiativen an. Die Arbeit des Zentrums wird am Standort Leipzig auf dem Mediencampus Villa Ida, dem Sitz der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, koordiniert.

Es entspricht der Förderphilosophie der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, dass das von ihr als Projektträgerin und Antragstellerin maßgeblich entwickelte und finanziell geförderte Projekt mit der Eintragung der gegründeten Genossenschaft in das Genossenschaftsregister und der damit einhergehenden vollen Rechtsfähigkeit in die eigenverantwortliche Unabhängigkeit übergeht. Die Stiftung wird das ECPMF auch in Zukunft im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach Kräften unterstützen. Die Stiftung dankt der Kanzlei CMS Hasche Sigle, der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, Herrn Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Hartwig Künckeler sowie dem deutschen Genossenschaftsverband in Frankfurt am Main für ihre kompetente und entgegenkommende Unterstützung.

Stephan Seeger
Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig
Direktor Stiftungen der Sparkasse Leipzig

Weitere Informationen: www.ecpmf.eu und twitter.com/ECPMF

Mitglieder des ECPMF

  • Galina Arapova, Direktorin des Mass Media Defence Centre (MMDC), Russland
  • Mogens Blicher Bjerregaard, Präsident der European Federation of Journalists (EFJ)
  • Federica Delogu, Journalistin beim Ossigeno per l’informazione, Italien
  • Vesselin Dimitrov, stellvertretender Chefredakteur bei Forbes Bulgarien
  • Jodie Ginsberg, Chief Executive des Index on Censorship, Großbritannien
  • Nadine Gogu, Geschäftsführerin des Independent Journalism Center, Republik Moldau
  • Esad Hećimović, Investigativreporter und Redakteur bei OBN TV Sarajevo, Bosnien-Herzegowina
  • Hans-Ulrich Jörges, Mitglied der Chefredaktion des STERN sowie Chefredakteur Special Affairs bei Gruner+Jahr, Deutschland
  • Henrik Kaufholz, Mitbegründer und Manager von SCOOP, Dänemark
  • Christoph Keese, Senior Vice President der Axel Springer SE, Deutschland
  • Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig und der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Deutschland
  • Gavin MacFadyen, Direktor des Centre for Investigative Journalism, University of London, Großbritannien
  • Răzvan Martin, Koordinator des FreeEx Program bei ActiveWatch, Rumänien
  • Anthony McNicholas, Senior lecturer an der Faculty of Arts, Design and Media, University of Westminster, Großbritannien
  • Kerstin Mey, Dekanin der Faculty of Arts, Design and Media, University of Westminster, Großbritannien
  • Dr. Helga Montag, Mitglied des Vorstandes von Journalisten helfen Journalisten e. V., Deutschland
  • Dr. Lutz Mükke, Hauptgeschäftsführer des ECPMF
  • Balázs Nagy Navarro, freier Journalist, Ungarn
  • Peter Noorlander, Geschäftsführer der Media Legal Defence Initiative (MLDI)
  • Prof. Dr. Stephan Ory, Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht (EMR), Deutschland
  • Dr. Georgios Pleios, Professor und Leiter der Abteilung Communication and Media Studies an der National and Kapodistrian University Athen, Griechenland
  • Vladimir Radomirovic, Chefredakteur von Pištaljka, Serbien
  • Renate Schröder, Direktorin der European Federation of Journalists
  • Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, Deutschland
  • Naser Selmani, Direktor der Association of Journalists of Macedonia, Mazedonien
  • Ljiljana Smajlović, Präsidentin der Journalists’ Association of Serbia, Serbien
  • Trine Smistrup, Projektmanagerin, Journalismfund, Belgien
  • Margo Smit, freie Investigativjournalistin, Ombudsfrau beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk NOS, Niederlande (vormals Direktorin der Dutch-Flemish Association of Investigative Journalists (VVOJ))
  • Martin Stoll, Präsident von Öffentlichkeitsgesetz.ch, Schweiz
  • Dr. Dirk Voorhoof, Professor für International Media Law, Gent University, Belgien
  • Oliver Vujovic, Generalsekretär von SEEMO, Österreich
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Kontakt

Medienstiftung der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig

Menckestraße 27
D-04155 Leipzig

Tel.: +49 341 – 5629 661
Fax: +49 341 – 5629 663
info(at)leipziger-medienstiftung.de

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Mediencampus

Das von der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig errichtete Gebäude im Stadtteil Gohlis bildet mit der historischen Villa Ida, dem eigentlichen Stiftungssitz, ein interessantes Ensemble, das Altes mit Neuem verbindet.

Der “Mediencampus Villa Ida” ist Sitz der “Leipzig School of Media” (LSoM), einer Tochtergesellschaft der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig. Die LSoM ist das Kompetenzzentrum für akademisch fundierte Weiterbildung im Bereich Crossmedia. In Masterstudiengängen sowie Kursen und Schulungen bildet sie auf einem exzellenten wissenschaftlichen Niveau berufstätige Arbeitnehmer und Medienschaffende aus Agenturen, Redaktionen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen berufsbegleitend weiter. Die Angebote werden in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) organisiert und betreut. www.leipzigschoolofmedia.de

Darüber hinaus steht der “Mediencampus Villa Ida” als moderner und exklusiver Veranstaltungsort für Workshops, Seminare, Tagungen und Empfänge für bis zu 240 Personen zur Verfügung. Der “Mediencampus Villa Ida” ist nach dem Baukastenprinzip konzipiert worden. Die beiden Veranstaltungssäle im Erdgeschoss und zwei der drei Seminarräume im ersten Obergeschoss sind durch mobile Wände getrennt, die sich bei Bedarf schnell entfernen lassen. Für Ihre Veranstaltungen können wir so die optimalen Voraussetzungen schaffen, egal ob konzentrierte Seminaratmosphäre, repräsentatives Plenum oder Festveranstaltung.

Unsere Räume sind mit modernster Präsentationstechnik ausgestattet. Die organisatorische und technische Betreuung Ihrer Veranstaltung wird durch unser kompetentes Team gewährleistet. Für die Übernachtung vor Ort stehen den Dozenten, Referenten, Studenten und Ihren Gästen vier Appartements zur Verfügung.

Das Hotel Michaelis Leipzig betreibt unser “Restaurant Campus” und ist zudem Exklusivpartner für das Catering aller Veranstaltungen. Ob Konferenz, Seminar oder Empfang – das Team des Hotel Michaelis Leipzig unterbreitet Ihnen gern ein entsprechendes Angebot.

Mediencampus Villa Ida
Hotel Michaelis

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